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    Geschlechter-Tests: Caster Semenya plant Sammelklage gegen IOC

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Lausanne,

    Die neue Richtlinie des IOC zu Geschlechter-Tests für Athletinnen erhält viel Gegenwind. Auch von einer Olympiasiegerin, die es bestens weiss.

    Caster Semenya IOC Olympia
    Caster Semenya schiesst gegen die neuen IOC-Richtlinien. - keystone

    Die südafrikanische Läuferin Caster Semenya will gegen die neuen IOC-Richtlinien vorgehen. Die zweimalige Olympiasiegerin über 800 Meter plant eine Sammelklage mit anderen Athletinnen.

    Sollten Trans-Frauen bei internationalen Wettkämpfen in den Frauen-Kategorien antreten dürfen?

    «Das ergibt keinen Sinn», sagte die 35-Jährige gegenüber «Sky Sport News». «Es rettet den Frauensport nicht.» Die ehemalige Weltklasse-Läuferin arbeitet heute als Trainerin.

    Sie sieht sich als Kämpferin für Frauenrechte. «Ich kämpfe für die Würde der Frauen», betonte sie. Gleichzeitig fordert sie andere Athletinnen zum Handeln auf.

    Caster Semenya
    Caster Semenya errang im Vorjahr vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof einen Teilerfolg gegen die IAAF. - keystone

    «Es gibt keinen Respekt gegenüber Frauen», kritisierte Semenya. Tests für die Sportteilnahme hätten «mit Würde nichts zu tun». Besonders Kinder zu testen sei «schädlich und beschämend».

    Semenya will gegen das IOC vorgehen

    Das Internationale Olympische Komitee hatte diese Woche neue Regeln angekündigt. Alle Sportlerinnen müssen sich künftig Geschlechtertests unterziehen. Nur so dürfen sie an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen. Transfrauen wird der Start in der Frauenkategorie untersagt.

    USA Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump unterzeichnete im Vorjahr eine Exekutivorder, die Trans-Personen vom Frauensport ausschliesst. - keystone

    Damit reagiert das IOC auf den Druck aus den USA, wo 2028 in Los Angeles die nächsten Olympischen Spiele stattfinden. US-Präsident Donald Trump hatte in einer Exekutiv-Order im Vorjahr in den USA ähnliche Richtlinien festgelegt.

    Südafrikanerin musste sich selbst Tests unterziehen

    Mit Gerichtsverfahren hat Semenya jahrelange Erfahrung. Zuletzt klagte sie beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dort wollte sie die Testosteron-Vorschriften des Leichtathletik-Weltverbandes stoppen.

    IOC Kirsty Coventry Olympia
    IOC-Präsidentin Kirsty Coventry erntet für die neue Vorgabe viel Kritik. - keystone

    Semenya war selbst 2009 ins Rampenlicht geraten, als der Leichtathletik-Verband IAAF von ihr einen Geschlechts-Test forderte. Die heute 35-Jährige weist aufgrund einer genetischen Anomalie XY-Chromosomen und einen erhöhten Testosteronspiegel auf.

    Kommentare

    User #2964 (nicht angemeldet)

    Was sagt eigentlich der Papst dazu?

    User #1916 (nicht angemeldet)

    Er sollte gesperrt werden.

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