Lewis Hamilton

    Lewis Hamilton kritisiert Ferrari scharf: «Wir müssen etwas ändern»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Italien,

    Nach dem enttäuschenden Italien-GP übt Rekordweltmeister Lewis Hamilton scharfe Kritik an seinem Ferrari-Team. Die fehlende Stallregie stört den Briten.

    Lewis Hamilton Ferrari Kritik
    Lewis Hamilton ist mit dem Führungsstil bei Ferrari alles andere als glücklich. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton übt scharfe Kritik an seinem Ferrari-Team.
    • Der Brite stellt öffentlich den Führungsstil von Teamchef Fred Vasseur in Frage.
    • Es müsse sich bei der Scuderia dringend etwas ändern, fordert der 41-Jährige.

    Ausgerechnet beim Heimrennen in Monza erlebte Ferrari in der Formel 1 am Wochenende eine Enttäuschung: Charles Leclerc setzte seinen SF-26 bereits in der zweiten Runde heftig in die Streckenbegrenzung. Für Teamkollege Lewis Hamilton blieb nach einem schwierigen Rennen nur der sechste Rang.

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    Leclerc half dem Rekordweltmeister dabei vor heimischer Kulisse nicht: Beim Start gerieten die beiden Ferrari-Piloten in der ersten Schikane aneinander und entgingen nur knapp einer Kollision. Lewis Hamilton musste durchs Kiesbett und fiel durch die Szene aus den Top-Ten. Ohne den Ausritt wäre hinter den unantastbaren Mercedes vielleicht ein Podestplatz möglich gewesen.

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    Beim Start zum Italien-GP kommen sich die beiden Ferraris in die Quere. - F1.com

    «Wir haben heute so viel Boden auf Mercedes verloren», schimpfte Hamilton nach dem Rennen. Vor allem die Szene in der ersten Kurve ärgerte den Briten. Mit dem Blick auf die WM-Tabelle hätte Ferrari seiner Meinung nach auf ihn setzen müssen, tat das bisher aber nicht. «Für solche Entscheidungen ist es viel zu spät – viele, viele Wochen zu spät», kritisiert der Rekordweltmeister.

    Lewis Hamilton: «Ich kann nur für mich selbst sprechen»

    Die Fast-Kollision mit Leclerc hätte vermieden werden können – wenn Ferrari eine klare Rangordnung hätte, so Hamilton. «Ich lag in Kurve zwei am Scheitelpunkt vorne», verteidigt der Brite sein robustes Manöver. «Ich fahre nicht unfair – ich bin immer sauber und fair gefahren und lasse immer genügend Platz.» Seiner Meinung nach hätte Leclerc ihn passieren lassen müssen.

    Formel 1 Lewis Hamilton
    Lewis Hamilton musste beim Start des Italien-GP ins Kiesbett. - keystone

    Aber diese klaren Regeln, wie er sie aus Mercedes-Zeiten kennt, fehlen Lewis Hamilton bei der Scuderia. «Seit ich ins Team gekommen bin, versuche ich, Respekt zu zeigen und das Team nicht in Gefahr zu bringen. Aber ich kann in dieser Hinsicht nur für mich selbst sprechen. Über die andere Seite der Garage und deren Entscheidungen müssen Sie mit Fred (Vasseur, Ferrari-Teamchef) reden.»

    Hamilton fordert dringenden Kurswechsel bei Ferrari

    Die Scuderia müsse sich seiner Meinung nach neu ausrichten, wenn man gegen Mercedes ankämpfen wolle, so Hamilton. «Letztendlich kommt alles von ganz oben, alles fängt mit Fred an. Man kann nur bis zu einem gewissen Grad etwas sagen, etwas fordern», gibt sich der Rekord-Champion kryptisch. «Wenn wir weiter denselben Weg gehen, werden die Ergebnisse dieselben bleiben.»

    Ferrari Lewis Hamilton Vasseur
    Fred Vasseur erntet bei Ferrari scharfe Kritik von Lewis Hamilton. - keystone

    «Wir müssen etwas ändern, denn so kommen wir nicht voran», kritisiert der siebenfache Weltmeister. «Wir werden das genauer unter die Lupe nehmen müssen, damit so etwas nicht mehr passiert. Wir setzen unsere Abläufe noch nicht so sauber um, wie wir könnten. Wir sind deutlich schlechter als die anderen Teams», so die Einschätzung des Briten.

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    Kommentare

    User #4122 (nicht angemeldet)

    Hamiltons Zeit ist vorbei, hat falsche Entscheidung getroffen mit dem Wechsel zu Ferrari. Wäre er bei Mercedes geblieben wäre er jetzt 8 malige Weltmeister.

    User #6391 (nicht angemeldet)

    Hamilton wird mit FERRARI nie Weltmeister. Hamilton ist nicht SCHUMI. Schumi,Verstappen oder Antonelli würden Dies wohl,schaffen. Fred müsste auch noch auf dem schnellsten Weg entlassen werden.

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