Legende Luis Figo: «Gianni Infantino muss gehen»
Geht es nach Portugal-Ikone Luis Figo, ist die Zeit von Gianni Infantino als Fifa-Boss abgelaufen. Der 53-Jährige sagt: «Er muss jetzt gehen!»

Das Wichtigste in Kürze
- In einer Kolumne fordert Luis Figo den Abgang von Fifa-Boss Gianni Infantino.
- Der Portugiese erklärt: «Für die Rettung des Fussballs ist es noch nicht zu spät.»
Wie geht es weiter mit Fifa-Boss Gianni Infantino? Seit er seine WM-Verkaufspläne verwerfen musste, nimmt die Kritik weltweit zu. Bereits wird über mögliche Nachfolger gesprochen – Vorgänger Sepp Blatter würnscht sich die Norwegerin Lisa Klaveness.
Zwischenzeitlich schiesst auch eine weitere Fussball-Ikone gegen den amtierenden Fifa-Präsidenten. In einer Kolumne in der «Daily Mail» lässt der Portugiese Luis Figo kein gutes Haar an Gianni Infantino.
«Ich könnte 10'000 Wörter über die Probleme bei der Fifa schreiben», so der 53-Jährige. «Doch die Lösung lässt sich auf drei Worte reduzieren: Infantino muss gehen!»

Figo wird in seiner Karriere Weltfussballer, gewinnt mit Real die Champions League. Mit den Madrilenen wird er ebenso Meister wie mit Barça und Inter Mailand. Er erklärt: «Ich war 20 Jahre lang Fussballer. In dieser Zeit bin ich im Fussball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet.»
«Doch was in den vergangenen zehn Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, betrügerischste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe», so Figo deutlich.
Für den 127-fachen Nationalspieler ist klar: «Ein Mann, der dazu bereit ist – ein Mann, der derart weitreichende Veränderungen allein durchsetzen will, um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fussballs. Und sollte in seiner Zukunft keinen Platz mehr haben»

Infantino habe gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Spiels, dem er eigentlich dienen sollte, selbst und seinen Vertrauten Vorteile zu verschaffen. «Für die Wahrung seiner Würde ist es zu spät. Doch für die Rettung des Fussballs ist es noch nicht zu spät. Er sollte gehen. Jetzt», fordert Figo.

Brisant: Der 53-Jährige wollte sich 2015 als Nachfolger von Sepp Blatter bewerben. Danach zog er seine Kandidatur aber zurück, unterstützte stattdessen Gianni Infantino. Von dieser Unterstützung ist nun nichts mehr vorhanden.












