Flusskreuzfahrten: So finden Sie passende Destinationen im Herbst
Wenn es draussen grau und neblig wird, beginnt auf vielen Flüssen die schönste Zeit des Jahres. Auch im Herbst lohnen sich tolle Flusskreuzfahrten.

Das Wichtigste in Kürze
- Viele Rheinkreuzfahrten starten direkt in Basel und ermöglichen eine Anreise ohne Flug.
- Mosel und Douro locken mit Weinlandschaften, die Donau mit Kultur und Natur.
- Am Nil und Mekong bleibt es warm, doch Reisezeit und Wetter unterscheiden sich deutlich.
Der Herbst ist da. Die Rebberge leuchten in warmen Farben, und je nach Region und Zeitpunkt läuft gerade die Weinlese. Flusskreuzfahrten im Herbst verbinden Kultur, Landschaft und Genuss. Jetzt heisst es entschleunigen und die Seele baumeln lassen.
Zahlreiche Routen starten direkt in Basel, was die Anreise aus der ganzen Schweiz spürbar vereinfacht. Wer es lieber warm mag, findet am Nil oder am Mekong sommerliche Temperaturen, während es hierzulande bereits kühl wird.
Der Rhein ab Basel bleibt der Klassiker
Für Schweizer ist der Rhein die naheliegendste Wahl, weil viele Schiffe direkt in Basel ablegen und keine Flüge nötig sind. Kurze Fahrten von fünf Tagen führen etwa nach Boppard und Mainz oder über Mannheim bis nach Frankfurt.

Längere Routen reichen über Köln bis nach Amsterdam und zurück nach Basel. Entsprechende Rundreisen dauern beispielsweise neun Tage, mit Zeit für ausgiebige Stadtbesuche.
Im Oktober färben sich die Rebberge am Mittelrhein, und rund um die Loreley zeigt sich die Landschaft im Herbstkleid. Ab Ende November stehen bei vielen Anbietern Adventsfahrten mit Besuchen von Weihnachtsmärkten auf dem Programm.
Weinlese an Mosel und Douro
Wer die Reise mit Wein verbinden möchte, ist an der Mosel gut aufgehoben. Im Herbst kommt es dann zur Traubenernte. Der Fluss windet sich in engen Schleifen durch steile Rebhänge, an denen sich kleine Winzerdörfer dicht an das Ufer drängen.

Zu den bekanntesten Stationen zählen die Reichsburg Cochem und das römische Stadttor Porta Nigra in der Stadt Trier. Manche Routen kombinieren Rhein, Mosel und Saar, wobei die Saarschleife bei Mettlach als eines der beliebtesten Fotomotive gilt.
Ähnlich reizvoll ist der Douro in Nordportugal. Besonders im frühen Herbst sind dort noch warme Tage möglich, später muss vermehrt mit Regen gerechnet werden. Die Schiffe starten im Raum Porto und fahren flussaufwärts durch terrassierte Weinberge, aus denen der bekannte Portwein stammt.
Flusskreuzfahrten erleben: Die Donau bis zum Schwarzen Meer
Im September lohnt sich eine Fahrt auf der Donau, die über Wien und Budapest bis in die Nähe des Schwarzen Meeres führt.
Ziel entsprechender Langrouten ist das Donaudelta, dessen grösster Teil in Rumänien liegt. Es gehört zu den bedeutenden Feuchtgebieten Europas; sein rumänischer Teil ist als Unesco-Weltnaturerbe geschützt. Das Delta bietet Lebensraum für mehr als 300 Vogelarten.

Im Frühherbst rasten dort zahlreiche Zugvögel, bevor sie weiter in wärmere Regionen im Süden ziehen. Unterwegs warten je nach Route Höhepunkte wie das Stift Melk in der Wachau oder die Kettenbrücke, die in Budapest die Stadtteile Buda und Pest verbindet.
Solche Reisen dauern meist deutlich länger als eine Woche und eignen sich vor allem für Gäste, die genug Zeit mitbringen.
Nil und Mekong für Sonnenhungrige
Wer dem grauen Novemberwetter entkommen möchte, kann auch in Richtung Ausland. Am Nil in Ägypten finden Sie gute Voraussetzungen für Flusskreuzfahrten mit viel Sonne und Kultur. Als besonders günstige Reisezeit gelten die Monate Oktober bis April.

Die klassische Strecke verbindet Luxor und Assuan mit Stopps an den Tempeln von Edfu und Kom Ombo. Einige Programme schliessen zusätzlich Dendera nördlich von Luxor ein. Ein Direktflug von Zürich nach Luxor dauert ungefähr viereinhalb Stunden. Schweizer Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Ägypten ein Visum.
Noch weiter östlich verbinden Flusskreuzfahrten auf dem unteren Mekong Vietnam und Kambodscha. Reisen werden auch im September angeboten, doch dieser Monat gehört dort noch zur Regenzeit.
Worauf bei der Planung zu achten ist
Nach trockenen Sommern können die Wasserstände im Herbst deutlich sinken und Änderungen der geplanten Route nötig machen. Auch Hochwasser kann den Schiffsverkehr beeinträchtigen. Vor der Buchung lohnt es sich deshalb, nach dem Vorgehen bei Routenänderungen und möglichen Alternativen zu fragen.

Für Fahrten in Mitteleuropa im Oktober und November gehört zudem warme Kleidung ins Gepäck.. Eine wetterfeste Jacke und bequeme Schuhe erleichtern die Landgänge.















