Gianni Infantino – «Backpfeife» Das sagt Ausland zum SFV-Entscheid
Jetzt wird Gianni Infantino nicht mal mehr von seinem Heimat-Verband unterstützt: Der SFV zieht seinen Support zurück – das schlägt hohe Wellen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der SFV zieht seine Unterstützung für Gianni Infantino zurück.
- Damit reiht sich der Schweiz Verband in eine lange Liste der Kritiker des Fifa-Bosses ein.
- Der Entscheid sorgt auch international für Schlagzeilen.
Schon vor Wochen geben grosse Fussball-Verbände wie Frankreich, Italien oder England bekannt: Sie werden die erneute Kandidatur von Gianni Infantino als Fifa-Boss nicht mehr unterstützen. Daneben gibt es heftigen Gegenwind der Uefa und europäischen Top-Ligen.

Am Mittwochabend folgt dann der nächste Knall: Jetzt zieht auch der SFV die Unterstützung zurück – also ausgerechnet der Verband aus Infantinos Heimat!
«Der SFV erwartet von der Führung der Fifa höchste Standards in Bezug auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und institutionelle Verantwortung», sagt SFV-Präsident Peter Knäbel. Da zentrale Fragen nicht überzeugend geklärt seien, könne der SFV eine weitere Unterstützung der Kandidatur von Gianni Infantino nicht verantworten.
«Backpfeife aus der Schweiz»
Das sorgt auch international für Schlagzeilen.
So titelt beispielsweise die deutsche «Bild»: «Infantino verliert die Schweiz!» Das Blatt schreibt von einem «schweren Schlag» für Infantino. «Noch vor wenigen Monaten schien Infantino einer vierten und letzten Amtszeit bis 2031 praktisch sicher zu sein. Nun bekommt der mächtige Fussball-Boss immer mehr Gegenwind.»

«N-TV» erklärt nach der Meldung: «Backpfeife aus der Schweiz! Fifa-Boss Gianni Infantino erhält eine unschöne Nachricht aus der Heimat: Der Schweizer Verband entzieht dem Präsidenten des Weltverbandes die Unterstützung für die kommende Wahl.»
In der englischen «BBC» wird ein Hacker zitiert, dessen Leaks für die Ermittlungen gegen ManCity gesorgt hatten. Laut ihm solle Infantino in der Zukunft des Fussballs keinen Platz mehr haben.

Das englische Portal bringt in diesem Zusammenhang auch den SFV-Entscheid ins Spiel: «Die Uefa warf Infantino ‹kriminelles Missmanagement› im Zusammenhang mit dem FIFA-Forward-Enterprise-Programm vor. Jetzt zieht auch der Schweizer Fussballverband als jüngster Verband seine Unterstützung für den FIFA-Präsidenten zurück.»
Lettland sagt Gianni Infantino Unterstützung zu
Mit der Abkehr des SFV wendet sich zwar ein weiterer Verband gegen den Fifa-Boss. Doch es gibt auch Unterstützer. Lettlands Verbands-Boss sagt dem Walliser die Unterstützung weiterhin zu. «Gianni Infantino leistet so viel, dass man es unmöglich in einer Minute aufzählen kann», so Vadims Lyashenko.
Im März 2027 kommt es in Marokko zum Fifa-Kongress – bis dahin kämpft Infantino um seine Wiederwahl. Bis jetzt ist kein starker Gegenkandidat in Sicht. Die Uefa will Anfang nächster Woche über das weitere Vorgehen beraten. Meldeschluss für die Präsidenten-Bewerbung ist am 18. November.












