Gianni Infantino: Uefa-Boss Ceferin will nicht Fifa-Präsident werden
Aleksander Ceferin wird im März nicht für das Amt des Fifa-Präsidenten kandidieren. Das gab der Slowene in einem Podcast bekannt.

Das Wichtigste in Kürze
- Aleksander Ceferin erklärt in einem Podcast, dass er die Arbeit bei der Uefa liebe.
- Darum werde der Slowene auch nicht gegen Fifa-Boss Infantino kandideren.
Er zählt zu den grössten Kritikern von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Allerdings plant Aleksander Ceferin nicht, den Schweizer abzulösen.
Im Podcast «The Rest is Politics» äussert sich Ceferin klar zu seinen Plänen. «Ich bin nicht interessiert», sagt er. Er liebe die Uefa und seine Arbeit dort.
Als Gegenspieler von Fifa-Präsident Gianni Infantino sieht Ceferin in seiner Zurückhaltung einen Vorteil. Seine «Glaubwürdigkeit weitaus grösser, wenn ich kein Interesse an diesem Posten habe», erklärt er laut dem Podcast.
Ceferin kämpft gegen Fifa-Kurs von Gianni Infantino
Ceferin gilt als einer der schärfsten Kritiker von Infantino. Der Fifa-Chef steht derzeit unter Druck. Sein Plan, den Weltverband für private Investoren zu öffnen, war zuletzt gescheitert.

Unter Ceferins Führung droht die Uefa mit einem Boykott aller Fifa-Wettbewerbe. Das schloss auch Weltmeisterschaften ein. Diese Drohung blieb auch nach dem Scheitern von Infantinos Projekt bestehen.
Der europäische Verband macht keinen Hehl daraus: Man wünscht sich den Abgang von Infantino. Die Drohung mit dem Boykott – also dem Fernbleiben von Wettkämpfen – bleibt ein Druckmittel.
Ceferin rechnet mit einem Gegenkandidaten
Offen bleibt, wie es bei der Fifa-Wahl im März weitergeht. Ceferin skizzierte zwei mögliche Szenarien. «Die eine Möglichkeit ist, dass er erkennt, dass er nicht die nötige Unterstützung für seine Wiederwahl hat», so der Uefa-Boss über Infantino.
Das zweite Szenario sieht anders aus. «Die andere Möglichkeit ist, dass er an der Wahl teilnimmt. In diesem Fall wird es wohl einen Gegenkandidaten geben. Ich weiss allerdings noch nicht, wer dies sein wird», so Ceferin.
Ceferins eigene Amtszeit an der Spitze der Uefa endet ebenfalls bald. Im kommenden Jahr wird auch dort eine neue Führung bestimmt.










