Fifa: Droht Gianni Infantino jetzt der Sturz?
Seine Investorenpläne rund um die WM muss Gianni Infantino rasch wieder begraben. Eine Machtablösung bei der Fifa scheint plötzlich realistisch.

Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino steht nach seinen Investorenplänen unter grossem Druck.
- Im kommenden Frühling will der Walliser als Fifa-Präsident wiedergewählt werden.
- Ob es soweit kommt? Seine Gegner können Massnahmen ergreifen.
Nach dem Scheitern seiner Investorenpläne steht Fifa-Präsident Gianni Infantino unter Druck. Gegen den Walliser formiert sich grosser Widerstand – droht ihm bald das Aus?
Im kommenden Frühling will sich Infantino, seit 2016 Präsident, seine letzte Amtszeit an der Spitze der Fifa sichern. Bislang gibt es keinen Gegenkandidaten, der den Schweizer bei der Wahl herausfordert.
Trotzdem werden einige Namen gehandelt, die den Weltfussballverband künftig anführen könnten. Darunter etwa der slowenische Uefa-Präsident Aleksander Ceferin, der sein Amt beim europäischen Fussballverband im kommenden Jahr abgeben will.

Ambitionen auf den Fifa-Chefposten werden Victor Montagliani nachgesagt. Der Kanadier ist Präsident von Concacaf, dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik.
Zwei Szenarien gegen Gianni Infantino
Um Infantino aus dem Amt zu drängen, können die Gegner zwei Massnahmen einleiten.
Die erste ist eine ausserordentliche Sitzung des Fifa-Rats. Damit diese zustande kommt, müssen 19 der 37 Mitglieder dafür stimmen. Infantino könnte bei der Sitzung zwar zum Rücktritt aufgefordert werden, diesen aber ablehnen.

In einem zweiten Szenario müssen mindestens 43 der 211 Fifa-Mitgliedsverbände einen ausserordentlichen Kongress einberufen. Gegen den aktuellen Fifa-Präsidenten könnte dort ein Misstrauensvotum gestellt werden.
Jedoch müsste ein Nachfolger bereitstehen – und diesen gibt es aktuell nicht.
Länder stellen sich hinter Infantino
Ob es zu einer Ablösung an der Spitze der Fifa kommt, steht also noch in den Sternen. Sie scheint jedenfalls deutlich realistischer als noch vor wenigen Wochen.
Gianni Infantino kann derweil weiterhin auf die Unterstützung einiger Länder zählen. Ägypten, Marokko, Libanon und Katar haben klar gemacht, weiterhin hinter dem Fifa-Präsidenten zu stehen.
















