Infantino verwirft WM-Verkaufspläne nach Kritik
Gianni Infantino zieht den Plan des WM-Verkaufs zurück. Das Vorhaben habe zur Spaltung geführt, was nicht im Interesse des Projekts sei.

Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino zieht das Projekt des WM-Verkaufs an private Investoren zurück.
- Er begründet es mit der Spaltung, die dadurch geschaffen worden war.
- Auf die Rücktrittsforderungen geht er in einem Statement nicht ein.
Weniger als eine Woche dauerte der Spuk, der die Fifa grundlegend verändern könnte und Gianni Infantino angezählt zurücklässt. Der Fifa-Boss zieht seinen Plan, die Wettbewerbe des Weltverbands teilzuprivatisieren, wieder zurück. Dies teilt die Fifa in einem Statement mit.
Der Walliser sagt darin, dass deutlich geworden sei, dass das Projekt «Spaltung geschaffen» habe. Das sei nicht im Interesse des ursprünglichen Plans gewesen. «Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.»
Statement attributable to the FIFA President
— FIFA Media (@fifamedia) July 31, 2026
The FIFA Forward Enterprise project was intended to provide a basis for further strengthening our FIFA Member Associations and our sport worldwide, especially in those countries where support is most needed. And more so, as we said…
Gianni Infantino wollte ein Unternehmen gründen, das die Wettbewerbe verwaltet. Private Investoren hätten 20 bis 30 Prozent der Anteile kaufen sollen.
An dem Plan gab es von Anfang an laute Kritik. Es wurde befürchtet, dass die Investoren aus Profitgründen die WM-Turniere grundlegend verändern wollen würden. Beispielsweise mit einem noch grösseren Teilnehmerfeld oder häufigerer Austragung.
Die Uefa kämpfte stark gegen das Projekt, das den Segen einer einfachen Mehrheit der 211 Mitglieder benötigte. Die 55 europäischen Verbände teilten mit, geschlossen dagegen stimmen zu wollen. Sie drohten sogar mit einem Boykott der WM, sollte das Turnier privatisiert werden.
Auch der Fussballverband Nord-, Mittelamerikas und der Karibik mit 35 Mitgliedern sowie der asiatische Verband mit 46 Mitglieder waren dagegen. Hätten alle Landesverbände der drei Konföderationen gegen das Vorhaben gestimmt, wäre es gescheitert.
Infantino: Projekt hätte Sport stärken sollen
In der Mitteilung schreibt Infantino, dass es das Ziel gewesen sei, zu vereinen und zu verbessern. «Insbesondere in den Ländern, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen,» hätte das Projekt den Sport stärken sollen.
Der Fifa-Boss versprach den Mitgliedern je 40 Millionen Dollar, sollten sie dem Vorschlag bis am 19. September zustimmen. Doch auch mit dem Geld schien er die Verbände nicht ködern zu können.
In Folge des umstrittenen Projekts war der Rücktritt Infantinos, respektive die Abwahl im nächsten Jahr, gefordert worden. In der Erklärung geht der Fifa-Chef darauf nicht ein.
Stattdessen schreibt er: «Ich beabsichtige, in den kommenden Wochen alle Beteiligten «im Geiste des gemeinsamen Interesses an unserem Sport wieder zusammenzubringen.»












