Trainer Steffen Baumgart hat auf die Kritik am 1. FC Köln und der Stadt Köln reagiert, 50.000 Zuschauer beim Derby gegen Mönchengladbach zugelassen zu haben.
Kölns Trainer Steffen Baumgart während der Partie gegen Borussia Mönchengladbach. Foto: Marius Becker/dpa
Kölns Trainer Steffen Baumgart während der Partie gegen Borussia Mönchengladbach. Foto: Marius Becker/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Ich finde, dass die Themen einfach zu wichtig sind, um sie auf dem Rücken der Fussballer auszutragen», sagte Baumgart und fügte hinzu: «Wenn 35.000 Pflegekräfte in zwei Jahren verschwinden, dann liegt das nicht an den Fussballern, sondern ganz klar an den fehlenden Konzepten.

«Ich habe das Gefühl, dass wir im Fussball immer gerne als Sündenböcke hingestellt werden. Da sind ganz andere in der Verantwortung, die seit zwei Jahren die Möglichkeit haben, klar zu agieren, und das tun sie nicht», sagte Baumgart in der «ran Bundesliga Webshow».

«Ich finde, dass die Themen einfach zu wichtig sind, um sie auf dem Rücken der Fussballer auszutragen», sagte Baumgart und fügte hinzu: «Wenn 35.000 Pflegekräfte in zwei Jahren verschwinden, dann liegt das nicht an den Fussballern, sondern ganz klar an den fehlenden Konzepten. Wenn es in einem Land wie Deutschland nicht geschafft wird, genügend Intensivbetten zur Verfügung zu stellen, dann stelle ich mir die Frage, wer hier welche Verantwortung trägt.» Er erwarte, dass die, die «die Verantwortung tragen, sie auch wahrnehmen und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.»

Der Coach setze sich für Impfungen, auch für die Boosterimpfung ein. «Aber ich lasse mich nicht als Sündenbock hinstellen, und das finde ich sehr traurig mittlerweile. Ich hoffe, dass wir unser normales Leben aufrecht erhalten können. Wenn das nicht geht, werden wir aber natürlich auch alles mittragen, was dazu beiträgt, diese Pandemie in den Griff zu kriegen», unterstrich Baumgart.

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