Der Dachverband des Schweizer Sports Swiss Olympic spricht sich für das Covid-19-Gesetz aus. Die Sportvereine zeigen sich deutlich vorsichtiger.
Covid-19-Gesetz
Swiss Olympic sagt Ja zum Covid-19-Gesetz. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Swiss Olympic spricht sich für das Covid-19-Gesetz aus.
  • Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Sportverband politisch positioniert.
  • Schweizer Sportvereine zeigen sich zurückhaltender.

Das Covid-19-Gesetz ermögliche Sport auch während der Pandemie. Das schreibt Swiss Olympic in einer Mitteilung und bezieht damit politisch Stellung. Der Dachverband setzt sich für die Annahme der Vorlage ein, über die am 28. November abgestimmt wird.

Dass sich die Sportinstitution aktuell politisch positioniert, sei keine Ausnahme. Der Verband setzte sich immer wieder für die Interessen des Sports ein. Das sagt Präsident Jürg Stahl im Interview mit dem «Tagesanzeiger».

Jürg Stahl Swiss Olympic
Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, empfiehlt bei der Abstimmung zum Covid-19-Gesetz ein Ja. - Keystone

Dabei verweist er auf die Lotterieinitiative oder Kampf gegen den Mehrwertsteuer-Einheitssatz, der die Sportvereine stark belastet hätte. «Als Dachverband ist es eine unserer zentralen Aufgaben, die Interessen des Schweizer Sports zu vertreten.» Nun bezieht der Verband also auch zum Covid-19-Gesetz Stellung.

Der Verband will zudem, dass Sportler ohne Angst vor der Ansteckung zusammenkommen können. «In unseren Augen ist das Zertifikat eine wichtige Massnahme, um die Pandemie einzudämmen und in Richtung Normalität gehen zu können.» Käme es zu erneuten Absagen von Meisterschaften und Wettkämpfen, würde dies den Sport härter treffen als die Zertifikatspflicht.

Auch YB steht hinter Covid-19-Gesetz

Die Berner Youngboys stellen sich hinter Swiss Olympic. Sie teilen den Standpunkt des Sportverbandes, so der Fussballverein auf Nachfrage. In der ersten Mannschaft von YB seien zudem sämtliche Spieler und Staffmitglieder zweimal geimpft.

Der Handballverein BSV Bern verzichtet hingegen laut Simon Haldemann, Geschäftsführer des Vereins, auf politische Stellungnahmen.

BSV Bern
Marco Strahm im Abschluss gegen die Kadetten Schaffhausen. - Keystone

«Der BSV Bern ist keine politische Institution und ist politisch neutral, daher geben wir auch keine politischen Statements ab. Als Schweizer Sportverein halten wir uns natürlich an die Empfehlungen und Richtlinien unseres Dachverbandes Swiss Olympics.»

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