Weidel sieht Union vor dem Ende ihrer Wahlsiege
AfD-Chefin Alice Weidel sieht die AfD nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt im Aufwind und setzt für die nächste Bundestagswahl 40 Prozent als Ziel.

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit grossem Vorsprung gewonnen. Nach Angaben von «MDR» erreichte sie 43,8 Prozent, während die CDU auf 17,2 Prozent kam.
AfD-Chefin Alice Weidel sieht das Ergebnis als Signal für kommende Wahlen. Bei einer Pressekonferenz in Berlin erklärte sie, die CDU/CSU werde künftig keine Bundestagswahl mehr gewinnen.
«Die CDU/CSU wird nie mehr wieder eine Bundestagswahl gewinnen können. Das ist Fakt», sagte Weidel laut dem «BR24». Gleichzeitig kündigte sie an, den Abstand zur Union weiter vergrössern zu wollen.
Weidel nennt 40 Prozent als Ziel
Ihr erklärtes Ziel sei ein Stimmenanteil von mindestens 40 Prozent bei der nächsten Bundestagswahl. Den Vorsprung der AfD gegenüber der Union bezifferte Weidel bereits auf zehn Prozentpunkte.
Den Wahlsieg in Sachsen-Anhalt bezeichnete Weidel der «Welt» zufolge als historischen Erfolg. Sie führte das Ergebnis unter anderem auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler und Stimmengewinne von anderen Parteien zurück.
Zugleich sprach Weidel von einem Debakel für die CDU. Sie begründete dies mit einem aus ihrer Sicht verlorenen Vertrauen der Wähler in die Christdemokraten.
AfD will Regierungsauftrag umsetzen
Auch AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sprach von einem klaren Wählerauftrag. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt schwierig werde und Kompromisse notwendig seien, berichtet der «MDR».
Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will Ministerpräsident werden, sofern eine stabile Mehrheit zustande kommt. Eine blosse Enthaltung des BSW lehnt er nach Angaben der «Welt» als ausreichende Grundlage für eine Regierung ab.
Die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern schloss unterdessen Unterstützung für Siegmund aus. «Es wird keine Stimme aus der Linken geben», sagte sie laut dem «BR24».
Chrupalla fordert Kurswechsel der CDU
Chrupalla forderte die CDU zu Gesprächen mit der AfD auf. Die politische Brandmauer sei mit dem Wahlergebnis abgewählt worden, erklärte der AfD-Co-Chef der «Welt» zufolge.
Eine Zusammenarbeit mit der AfD schliessen CDU, SPD, Grüne und Linke aus. Dadurch bleibt die Regierungsbildung schwierig, während das BSW eine überparteiliche Lösung mit wechselnden Mehrheiten vorgeschlagen hat.

Auch bundespolitisch richtet die AfD ihren Blick bereits auf die nächste Bundestagswahl. Weidel erklärte laut dem «MDR», ihre Partei wolle dabei mit deutlichem Abstand stärkste Kraft werden.












