Berner Kantonsparlament spricht Millionen für Brienzer Milibach

    Der bernische Grosse Rat hat am Montag einem unüblichen Vorgehen im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz am Brienzer Milibach zugestimmt. Er genehmigte einen Millionenkredit, noch bevor ein definitiver Wasserbauplan mit Kostenvoranschlag vorliegen.

    Viele Häuser am Milibach wurden beim Unwetter im August 2024 verwüstet. Nun soll eine Verlegung des Bachs aus dem Siedlungsgebiet die Bevölkerung besser schützen. (Archivbild)
    Viele Häuser am Milibach wurden beim Unwetter im August 2024 verwüstet. Nun soll eine Verlegung des Bachs aus dem Siedlungsgebiet die Bevölkerung besser schützen. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

    Der Rat eilt damit der örtlichen Schwellenkorporation zu Hilfe, die nach dem verheerenden Unwetter von 2024, bei dem der Milibach grosse Schäden anrichtete, in einen Liquiditätsengpass geriet.

    Gemäss Praxis zahlt der Kanton normalerweise erst an Hochwasserschutzprojekte, wenn mit dem Bau der Wasserbaumassnahmen begonnen worden ist. Davon weicht er nun ab. Der Grosse Rat genehmigte am Montag einen Verpflichtungskredit von maximal 12,75 Millionen Franken für die Projektierung und den Landerwerb für die Verlegung des Milibachs aus dem Siedlungsgebiet.

    Das beschleunigte Verfahren wurde im Kanton Bern in der Vergangenheit nach aussergewöhnlichen Ereignissen bereits angewendet, zum Beispiel nach dem Lawinenwinter 1999.

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    Kommentare

    User #1430 (nicht angemeldet)

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