Trump: «Zerstören terroristisches Regime des Irans vollständig»
Vor bald drei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
- Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
- Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.
Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.
Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.
Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar.
Ölpreise auf hohem Niveau wenig bewegt
08.12: Die Ölpreise haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst wenig bewegt. Zum Ende einer turbulenten Woche zeichnet sich somit weiter keine Entspannung ab.
Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) zur Wochenmitte hat bisher zu keiner nachhaltigen Senkung des Niveaus geführt.
Trump: «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig»
07.03: US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert. «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig – militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.

Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. «Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert», schrieb er – ohne seine Drohung näher zu erläutern.
Iran-Krieg: USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl
06.50: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können.
Trotz massiver Angriffe: Irans Machthaber zeigen Stärke
06.45: Auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels demonstriert Irans Führung Macht und ist zu Gegenschlägen und Störung der globalen Ölversorgung weiter in der Lage.
Bei neuen Raketensalven auf Israel wurden in der Nacht etwa 30 Menschen im arabischen Ort Zarzir laut Medien überwiegend leicht verletzt.
Französischer Soldat im Irak getötet
03.10: Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte.
Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmassnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hiess es.

Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung «Le Parisien». Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.
Keine Aussicht auf Entspannung: Ölpreise klettern weiter
03.00: Drohungen aus dem Iran, kein verlässlicher Schutz, Angriffe auf den Ölsektor: Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs im Iran zeichnet sich an Ölmärkten keine Entspannung ab. Erneute Drohungen aus dem Iran befeuerten die Sorgen vor einer längeren Blockade der Strasse von Hormus – und die Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) verpuffte an den Märkten.
Die Ölpreise notierten am Freitag kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren.
USA können Öltanker noch nicht eskortieren
Für US-Präsident Donald Trump sind die gestiegenen Ölpreise ein wunder Punkt, denn steigende Benzinpreise kann der Republikaner auch mit Blick auf die wichtigen Zwischenwahlen im November gar nicht gebrauchen. Wiederholt drohte Trump deshalb dem Iran, falls Teheran passierende Schiffe angreifen oder die Meerenge verminen sollte.
Zudem bot Trump Reedern an, sie zu versichern und zur Not von der Marine eskortieren zu lassen. Doch das sei derzeit gar nicht möglich, wie US-Energieminister Chris Wright einräumte. «Wir sind einfach noch nicht bereit», sagte er. Möglich sei das mit einigen Schiffen vielleicht Ende des Monats.
















