Iran macht der USA neuen Vorschlag für Deal
Der Iran legt den USA einen neuen Deal auf den Tisch: Strasse von Hormus öffnen, Krieg beenden – und das heikle Atomprogramm später verhandeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran schlägt den USA die Öffnung der Strasse von Hormus und ein Kriegsende vor.
- Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen auf später verschoben werden.
- Trump hält bislang an der Seeblockade fest und erwartet baldiges Einlenken Teherans.
Seit Wochen hält der Krieg zwischen den USA und dem Iran die Welt in Atem. Am 8. April hatten beide Seiten – vermittelt durch Pakistan – eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet.
Doch die Lage bleibt brüchig: Eine erste Verhandlungsrunde in Pakistan endete ergebnislos, eine zweite Runde am 22. April platzte ganz.
Streitpunkt Nummer eins: die Strasse von Hormus, durch die normalerweise ein Grossteil der weltweiten Öltransporte fliesst. Die USA blockieren iranische Schiffe und Häfen, der Iran wiederum hält die Meerenge weitgehend dicht.
Am 21. April verlängerte US-Präsident Donald Trump (79) die Waffenruhe – bis ein Vorschlag aus Teheran auf dem Tisch liege. Genau dieser scheint nun zu existieren.
Im Nau.ch-Ticker erfährst du alles rund um den Iran-Krieg:
Iran legt neuen Vorschlag vor: Hormus öffnen, Krieg beenden
05.30: Bewegung im festgefahrenen Konflikt: Aus Teheran kommt ein neuer Vorstoss in Richtung Washington.
Wie das US-Portal «Axios» unter Berufung auf einen Regierungsbeamten und zwei Insider berichtet, will der Iran die Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr freigeben und den Krieg beenden – im Gegenzug soll das heikle Thema Atomprogramm zunächst ausgeklammert und erst zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden.

Übermittelt wurde der Vorschlag demnach über pakistanische Kanäle, die schon bei der ersten Waffenruhe als Vermittler aufgetreten waren. Erst soll die US-Seeblockade fallen, danach folgen weitere Schritte.
Für Teheran hat das Manöver ein Ziel
Die iranische Führung ist sich laut «Axios» intern uneinig, wie weit man Washington in der Atomfrage entgegenkommen soll. Wird das Thema vertagt, fällt dieser Knoten vorerst weg – und eine schnelle Einigung rückt näher.
Für Trump wäre der Deal hingegen ein zweischneidiges Schwert. Sobald Hormus offen und das Kriegsende verkündet ist, verliert er sein wichtigstes Druckmittel.
Genau dieses braucht er aber, um zwei seiner zentralen Kriegsziele durchzusetzen: die Vernichtung der iranischen Uran-Bestände und ein Stopp der Anreicherung.
Trump will Seeblockade offenhalten
Wie es weitergeht, dürfte sich bereits am Montag entscheiden. Trump empfängt nach Angaben dreier US-Beamter sein nationales Sicherheits- und Aussenpolitik-Team im Weissen Haus zur Iran-Sitzung. Auf der Agenda: die blockierte Verhandlungslage und das weitere Vorgehen.

Wie der Präsident dazu steht, machte er am Sonntag bei Fox News klar. Trump will die Seeblockade aufrechterhalten und damit Irans Ölexporte weiter abklemmen – in der Hoffnung, Teheran innerhalb weniger Wochen mürbe zu machen.












