Scheitern der Gespräche im Iran-Krieg löst Angst aus
Die Friedensgespräche im Iran-Krieg sind erneut geplatzt. Das löst bei vielen Iranern tiefe Angst vor einem Wiederaufflammen des Krieges aus.

Die jüngste Vermittlungsrunde in Pakistan ist vorerst gescheitert, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi war zwar zweimal in Islamabad, doch US-Präsident Trump blies die Reise seiner Unterhändler kurzfristig ab.
Trump begründete den Schritt damit, dass der Iran einen inakzeptablen Verhandlungsvorschlag unterbreitet habe. Es ergebe keinen Sinn, für sinnloses Herumreden 18 Stunden nach Pakistan zu fliegen, sagte er laut dem «ORF».
Teheran wiederum macht Washington für das Scheitern der Gespräche verantwortlich. Araghtschi sagte laut «ZDFheute», die US-Vorgehensweise habe die Verhandlungsrunde durch überzogene Forderungen scheitern lassen.
Iran-Krieg: «Länger durchhalten ist das neue Siegen»
Der Iran fordert laut «Tagesspiegel» die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade sowie Kriegsentschädigungen und Garantien gegen erneute Angriffe. Den Atomstreit hingegen will Teheran explizit nicht auf die Verhandlungsagenda setzen.
Genau das ist für Washington aber einer der zentralen Punkte. Die strategisch wichtige Strasse von Hormus bleibt derweil blockiert – mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft.
Sicherheitsexpertin Claudia Major vom German Marshall Fund beschrieb die Lage in der ARD-Sendung «Caren Miosga» mit drastischen Worten. «Der Iran weiss, dass er militärisch nicht gewinnen kann. Länger durchhalten ist das neue Siegen», sagte sie laut dem «Tagesspiegel».
Araghtschi reist weiter nach Moskau
Nachdem die Gespräche in Pakistan ohne Ergebnis endeten, reiste Araghtschi nach Moskau weiter, meldet der «Tagesspiegel». Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte ein Treffen mit Präsident Putin.

Russland ist zwar strategischer Verbündeter des Irans, lehnt aber eine direkte militärische Unterstützung ab. Beobachter spekulieren, die Moskau-Reise könnte auch Atomfragen zum Thema haben.
Unterdessen wächst in der iranischen Bevölkerung die Sorge vor der Zukunft. Ein Teheraner sagte dem «Tagesspiegel» anonym: «Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt.»
















