UNO

    Trump attackiert die UNO – doch ein Austritt bleibt aus

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Trump beschimpft die UNO als nutzlos und hält Milliarden zurück. Einen Austritt aus der Weltorganisation plant Washington aber nicht.

    donald trump
    Die USA schulden der UNO vier Milliarden Dollar. Trump hält dennoch an der Mitgliedschaft fest. - keystone

    Die UNO-Generaldebatte steht bevor. Und Trump wird dabei wieder die grosse Bühne nutzen.

    Wie das «SRF» berichtet, lässt er kaum eine Gelegenheit aus, die Weltorganisation als ineffizient abzuwatschen.

    Glaubst du, dass Trump die USA aus der UNO führen wird?

    Sein UNO-Botschafter Mike Waltz gibt bereits den Ton vor. «Die UNO ist vom Weg abgekommen, nämlich Frieden zu sichern und Frieden zu stiften», zitiert ihn das «SRF».

    Milliarden bleiben aus

    Die USA haben weder ihre Pflichtbeiträge für 2025 und 2026 noch jene für Blauhelmeinsätze bezahlt. Laut «SRF» fehlen der UNO dadurch insgesamt vier Milliarden Dollar (etwa 3,1 Milliarden Franken).

    Der Rückzug aus internationalen Organisationen ist laut «ORF» kein neues Muster. Trump ordnete per Dekret den Austritt aus 66 internationalen Organisationen an, 31 davon stünden in Verbindung mit den Vereinten Nationen.

    US-Aussenminister Marco Rubio sprach laut «ZDFheute» von «antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen», aus denen man austrete. Auch aus der UNESCO und der WHO zogen sich die USA zurück.

    Austritt für Trump keine Option

    Trotz der harten Rhetorik macht UNO-Botschafter Waltz laut «SRF» deutlich, dass ein Austritt nicht ernsthaft erwogen werde. Der Druck solle die UNO verbessern, nicht zerstören.

    Trump verfolge eine doppelte Strategie, so das «SRF». Einerseits das isolationistische Lager seiner Anhängerschaft bedienen, andererseits die konkreten Vorteile der UNO-Mitgliedschaft nutzen.

    Das Vetorecht im Sicherheitsrat sei dabei zentral, erklärt Richard Gowan, UNO-Experte bei der Denkfabrik International Crisis Group, gegenüber dem «SRF»: «Dank des Vetos können die USA Israel und sich selber vor Verurteilungen oder Sanktionen schützen.»

    China wartet bereits

    Träten die USA aus der UNO aus, würden sie auch den UNO-Sitz in New York verlieren. Zudem könnten sie laut «SRF» keinen Einfluss mehr auf die bevorstehende Wahl des UNO-Generalsekretärs nehmen.

    sicherheitrat uno trump
    Trump greift die UNO regelmässig an und zahlt keine Pflichtbeiträge mehr. Trotzdem bleibt ein US-Austritt aus der Weltorganisation unwahrscheinlich. (Archivbild) - keystone

    Gowan warnt zudem, dass China bereitstehe, die Führungsrolle der USA in der UNO zu übernehmen. Dieses strategische Argument dürfte Trump von einem echten Austritt abhalten.

    Das Verhältnis zwischen Trump und UNO-Generalsekretär António Guterres gilt laut «SRF» als zerrüttet. Konstruktive Kontakte zwischen der US-Regierung und der UNO-Führung gibt es kaum noch.

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    Kommentare

    User #3810 (nicht angemeldet)

    Als erstes den nutzlosen UNO-Sicherheitsrat abschaffen. Mindestens solange das Vetorecht existiert.

    User #4344 (nicht angemeldet)

    Verglichen mit der EU und in Relation gesetzt, ist die UNO fast wie ein Sparschweinchen, hehehe. LOL.

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