USA schleusen heimlich Millionen Barrel Öl durch Hormus

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Jede Nacht passieren bis zu 20 Tanker die Meerenge Hormus – gesichert vom US-Militär. Trump erklärt Verhandlungen mit dem Iran für sinnlos.

    hormus
    Eine verdeckte US-Operation bringt trotz Iran-Krieg wieder Öl durch Hormus. - keystone

    Das US-Militär hat seit mehreren Wochen einen verdeckten Schifffahrtskorridor durch Hormus eingerichtet. Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, werden dabei Nacht für Nacht bis zu 20 Öltanker eskortiert.

    Die Schiffe fahren einer südlichen Route entlang der omanischen Küste entlang. Amerikanische Kriegsschiffe und Kampfjets sichern die Tanker dabei gegen iranische Drohnen und Marschflugkörper.

    Findest du es richtig, dass die USA Öltransporte durch Hormus verdeckt militärisch sichern?

    Die Operation wird laut «Frankfurter Rundschau» vom Armeestab in Fort Bragg, North Carolina, koordiniert. Sie erfolgt in enger Abstimmung mit Golfstaaten.

    Halbe Vorkriegsmenge täglich durch Hormus

    Täglich gelangen auf diese Weise rund zehn Millionen Barrel Öl auf den Weltmarkt. Das entspricht laut «Frankfurter Rundschau» etwa der Hälfte des transportierten Volumens aus der Zeit vor dem Iran-Krieg.

    Ermöglicht wurde die Operation durch eine zweiwöchige Militärkampagne des US-Zentralkommandos Centcom. Dabei wurden iranische Radar- und Seeüberwachungssysteme gezielt zerstört, sodass der Iran weitgehend «blind» agiert.

    Allein in dieser Woche schoss das US-Militär nach eigenen Angaben acht iranische Drohnen und zwei Marschflugkörper ab. Einige Handelsschiffe wurden laut dem Bericht dennoch von iranischen Angriffen getroffen.

    Trump provoziert – Teheran kontert

    Gleichzeitig eskaliert Trump die Lage rhetorisch rund um Hormus weiter, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet. Er veröffentlichte auf Truth Social eine Karte der Meerenge mit der Aufschrift «New U.S. Territory».

    Der iranische Vizeaussen­minister Kasem Gharibabadi reagierte scharf darauf: «Bald wird sich seine Illusion bezüglich der Strasse von Hormus entweder korrigieren, oder wir werden die Illusionen dieses Verblendeten korrigieren.»

    Gleichzeitig erklärte Trump gegenüber Axios, derzeit fänden «keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt». Über die Verhandlungspartner sagte er: «Sie verschwenden Zeit. Es ist Zeitverschwendung, mit ihnen zu verhandeln.»

    Rahmenabkommen ausgelaufen – Iran beharrt auf Verpflichtungen

    Eine 60-Tage-Frist für Verhandlungen über den Iran-Krieg ist inzwischen abgelaufen, ohne dass zentrale Fragen geklärt wurden. Wie «T-Online» berichtet, kam es in der Folge zu keinen vertieften Gesprächen zwischen Washington und Teheran.

    trump hormus
    Während Trump Verhandlungen mit dem Iran abbricht, sichert das US-Militär im Geheimen täglich Millionen Barrel Öl durch Hormus. - keystone

    Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf betonte, Hormus bleibe geschlossen, bis die USA ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung erfüllten. Teheran fordert insbesondere die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen, berichtet die «Frankfurter Rundschau».

    Wie der «Tagesspiegel» berichtet, seien die Öl- und Gaspreise nach der iranischen Blockade weltweit sprunghaft angestiegen. Bereits im November stehen in den USA Zwischenwahlen an – Trumps Zustimmungswerte sanken zuletzt auf ein Rekordtief von 33 Prozent.

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    Kommentare

    User #4164 (nicht angemeldet)

    angstporno vom feinsten: laut blick, ähh laut "geheimdienstberichten" (welcher geheimdienst denn?) sind irans raketen eine konkrete gefahr für europa und die schweiz. wir sollten 20% des bip in waffen investieren! krieg ist frieden, ihr neutralitätsromantiker!!!

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Haben die Amis jetzt auch Tarnkappentanker?

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