Regierungschef

    Simon Harris soll neuer Regierungschef von Irland werden

    Keystone-SDA
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    Irland,

    Am Sonntag wurde Simon Harris zum Parteichef der irischen Fine Gael ernannt. Er gilt als sicherer Anwärter auf den Posten des Regierungschefs.

    Der irische Minister für Weiterbildung und Hochschulbildung, Simon Harris (M.), vor einer Bekanntgabe der Führungsrolle im Sheraton Hotel in Athlone, Irland, am 24. März 2024. - keystone

    Simon Harris soll neuer Regierungschef von Irland werden. Der bisherige Hochschulminister wurde am Sonntag von seiner Partei Fine Gael zum neuen Parteichef ernannt – damit soll er auch dem bisherigen Ministerpräsidenten Leo Varadkar als Regierungschef nachfolgen. Das Parlament soll ihn voraussichtlich nach der Osterpause im April offiziell im Amt bestätigen. Der 37-Jährige wird damit der bisher jüngste Taoiseach seines Landes, wie der Ministerpräsident auf Irisch offiziell heisst.

    Der derzeitige Regierungschef Varadkar hatte vergangenen Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt und damit auch die eigene Partei sowie die Koalitionspartner Fianna Fail und Grüne überrascht. Der 45-Jährige verwies auf persönliche wie politische Gründe für den Schritt, den Medien in dem EU-Land als «politisches Erdbeben» bezeichneten.

    Einziger Bewerber für das Amt des Parteichefs

    Mehrere Minister und Abgeordnete von Fine Gael hatten sich für Harris als neuen Parteichef und damit künftigen Taoiseach ausgesprochen. Harris ist derzeit Minister für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Er war der einzige Bewerber für das Amt des Parteichefs, nachdem mehrere gehandelte Bewerber angekündigt hatten, sich nicht zu bewerben, etwa Ex-Aussenminister Simon Coveney und Justizministerin Helen McEntee.

    Die Chefin der grössten Oppositionspartei Sinn Fein, Mary Lou McDonald, hatte nach Varadkars Rückzugsankündigung eine Neuwahl gefordert. Die Entscheidung über den nächsten Regierungschef dürfe nicht von einer Partei getroffen werden, kritisierte sie. Alle Koalitionspartner hatten nach Varadkars Ankündigung umgehend betont, dass keine vorgezogene Neuwahl nötig sei. Die nächste reguläre Parlamentswahl muss spätestens im Frühling 2025 erfolgen.

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