Putin habe laut Pavel obsessive Angst, getötet zu werden
Tschechiens Präsident Pavel beschreibt Putin als isolierten Machthaber mit Angst um sein Leben. Zudem sagte er, Russland wolle eine neue Fluchtwelle auslösen.

Tschechiens Präsident Petr Pavel zeichnet im Podcast von Paul Ronzheimer ein Bild von Wladimir Putin und dessen Umfeld. Der Kremlchef habe «geradezu obsessive Angst davor, getötet zu werden», so der Tscheche.
Wie der «Focus» berichtet, sagte Tschechiens Präsident, Putin sei «ziemlich isoliert»: «Er vertraut nicht vielen Menschen.» Eine begrenzte Zahl von Menschen im Umfeld könne laut Pavel ziemlich erfolgreich filtern, welche Informationen den Kremlchef erreichen.
Neben seiner Angst werde Putin laut Pavel wahrscheinlich von Beratern falsch über die Lage an der Front informiert. Dazu sagte der Tscheche im Podcast: «Ich glaube, dass er in mehrfacher Hinsicht falsch informiert wird.»
Putin, Angst und der Streit um die Nato-Pläne
Moskau wirft der Nato vor, Angriffe zu planen, doch Pavel weist das zurück, wie «blue News» berichtet. Pavel stand früher dem Nato-Militärausschuss vor und war damit ranghöchster Militär des Bündnisses.
Er habe nie einen Plan für eine Offensive auf russischem Territorium gesehen, obwohl er höchste Nato-Sicherheitsfreigabe hatte, schreibt der «Focus». Pavels Aussage zu den Plänen des Bündnisses fiel im Podcast kurz aus: «Alle Nato-Pläne sind defensiv.»
Pavel hält es für sehr wahrscheinlich, dass Russland das Leben in der Ukraine unerträglich machen will. Möglicherweise solle sogar eine neue Flüchtlingsbewegung nach Europa entstehen, um zu zeigen, dass die Ukraine nicht gewinnen könne.
Die Verluste an der Front
Pavel war früher Chef des tschechischen Generalstabs und bescheinigt dem russischen Militär erhebliche Probleme, schreibt der «Focus». An der Front sei die Lage für Russland derzeit nicht von einem Sieg geprägt, sagte er.

Russland verliere jeden Monat Zehntausende Soldaten, sagte Pavel, und im September seien es rund 50'000 getötete und verwundete gewesen. Diese Zahl übersteige bei Weitem das Tempo, mit dem Russland seine Personalverluste durch Rekrutierung ausgleichen könne.
Laut «Dagens» beziffert ein hochrangiger Nato-Militärvertreter die russischen Septemberverluste auf fast 28'000 Gefallene. Der ukrainische Generalstab nannte für denselben Monat mit 46'230 Personen eine etwas niedrigere Zahl und sprach von einem Rekord.
















