Wie teuer ist das Leben in Russland unter Putin gerade?
Behörden raten Russen zu Vorräten, die Preise steigen weiter. Unter Putin verteuern sich Lebensmittel und Nebenkosten.

Kurz nach der Wahl veröffentlichten zwei Supermarktmitarbeiterinnen in Sotschi ein Video über neue Preisschilder, wie «T-Online» berichtet. Die Aufschläge lagen laut dem Medium zwischen 18 und 33 Prozent – und das binnen eines Tages.
Eine zweifache Mutter aus Irkutsk berichtet, dass Mehl statt 36 bis 45 Rubel nun 84 Rubel kostet. «Wie aus dem Nichts haben sich die Preise verdoppelt», sagte die Frau über ihre Einkäufe im Supermarkt.
Im Russland von Präsident Putin verteuerten sich Eier laut amtlicher Statistik allein im September um 8,6 Prozent, schreibt «T-Online». In der ersten Oktoberwoche stiegen sie um 2,2 Prozent, in der zweiten um 2,4 Prozent.
Nebenkosten steigen unter Putin zusätzlich
Russland hat die Gebühren für Strom, Wärme und Wasser zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht, meldet «Euronews». Je nach Region liegt der Aufschlag zwischen 8 und 22 Prozent, am stärksten im Gebiet Stavropol.
Dass die Tarife im selben Kalenderjahr zweimal steigen, ist in Russland unüblich. Die Zentralbank sieht darin einen zusätzlichen Treiber der Inflation, die ohnehin über ihrem Ziel liegt.
Unter Präsident Putin hob Ministerpräsident Mischustin die Obergrenzen für den Kostenanstieg kommunaler Dienstleistungen in sechs Regionen an, berichtet «T-Online». In der ersten Oktoberwoche stiegen die Abwassergebühren im Schnitt um 17,1 Prozent, der Strom um zwölf Prozent.
Behörden und Experten blicken auf Preise
Das russische Wirtschaftsministerium hob die Inflationsprognose für Ende 2026 auf 6,8 Prozent an, meldet «Newstime». Bei Lebensmitteln rechnet die Behörde bis zum Jahresende mit einem Plus von insgesamt 5,1 Prozent.

Der Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kulbaka sagte: «Am stärksten steigen die Preise für kommunale Dienstleistungen, Medikamente und öffentliche Verkehrsmittel.» Diese Bereiche würden aktuell deutlich teurer, so der Wirtschaftswissenschaftler weiter.
Die Behörden raten laut «Newstime» dazu, sich vor dem Winter mit haltbaren Lebensmitteln einzudecken. Nach Einschätzung der Behörde dürften sich Lebensmittel bis zum Jahreswechsel weiter verteuern.












