Türkei, Pakistan, Katar und Indonesien stärken Verteidigung
Mit einer verstärkten gemeinsamen Produktion von Militärtechnologie wollen die Türkei, Pakistan, Indonesien und Katar ihre Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen ausbauen. Darauf einigten sich Vertreter der Länder am Mittwochabend in Doha, wie das katarische Verteidigungsministerium auf X mitteilte.

Die mehrheitlich sunnitisch-muslimischen Länder wollten damit angesichts einer potenziell längerfristigen Bedrohung der Golfregion durch den Iran Verteidigungsmöglichkeiten stärken, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Insbesondere die gemeinsame Produktion von günstigeren Abfangmechanismen für Drohnenangriffe und maritime Militärtechnologie stehe im Zentrum der Zusammenarbeit, hiess es weiter.
Pakistan hatte in einer militärischen Auseinandersetzung mit Indien im vergangenen Jahr mehrfach erfolgreich hoch entwickelte Drohnen abgefangen. Die Türkei gilt als wichtiger internationaler Waffenproduzent und hat in den vergangenen Jahren seine Beziehungen zu anderen muslimischen Ländern verbessert. Beobachter sehen darin auch eine Gegenposition zum Einfluss des Irans in der Region.
Erst kürzlich hatten Pakistan, die Türkei und Saudi-Arabien den Abschluss eines umfassenden Bündnisses mit gemeinsamer Verteidigungskomponente bekanntgegeben. Für die neue Vereinbarung zwischen den vier Staaten ist eine solche Komponente nicht bekannt.










