Doping-Sperre: Wimbledon-Siegerin darf ihren Freund nicht anfeuern
Im Sommer wurde Marketa Vondrousova wegen eines verweigerten Dopingtests für vier Jahre gesperrt. Jetzt erzählt die Tschechin, wie sehr sie die Sperre trifft.

Das Wichtigste in Kürze
- Marketa Vondrousova sitzt eine bis 2030 geltende Dopingsperre ab.
- Auf Instagram verrät sie: Ihren Freund, einen Tennisprofi, darf sie nicht vor Ort anfeuern.
- Zudem ist ihr untersagt, beim eigenen Tennisclub zu spielen oder zu trainieren.
Die frühere Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova sitzt derzeit eine vierjährige Dopingsperre ab. Eine verweigerte Probe führte dazu, dass die 27-jährige Tschechin seit diesem Jahr nicht mehr auf der WTA-Tour spielen darf.
Die Sperre hat aber weitere Konsequenzen, die die London-Championne von 2023 einschränkt. Auf Instagram hat sie nun verraten, was alles ihr verwehrt bleibt.
Auch als Fan gesperrt
Neben der verbotenen Teilnahme an Turnieren darf Vondrousova nicht bei ihrem Tennisclub trainieren oder dessen Infrastruktur benutzen. «Die Sperre betrifft aber auch mein persönliches Leben und meine Beziehungen», schreibt die ehemalige Weltnummer 6.

Die meisten ihrer Freunde seien Teil der Tenniswelt – ihnen darf sie nun nicht mal mehr vor Ort zusehen. Besonders hart ist das im Fall ihres Freundes, der ebenfalls Tennis-Profi ist. «Wegen meiner Sperre kann ich nicht an seine Turniere gehen und ihn unterstützen. Nicht mal als normale Zuschauerin ohne Akkreditierung.»
Trotzdem reise sie jeweils an die Veranstaltungsorte mit, so Marketa Vondrousova. «Aber währenddem er spielt, sitze ich in einem Hotelzimmer und schaue seine Matches auf einem Bildschirm, statt bei ihm zu sein und ihn anzufeuern.»

Etwas, das eigentlich «komplett normal» für alle anderen sei, sei für sie «plötzlich unmöglich» geworden. Beim ersten Turnier ihres Freundes nach ihrer Sperre seien ihr sogar die Tränen gekommen, schreibt die Tschechin weiter.
Obwohl die 27-Jährige gesperrt ist, wird sie weiterhin Dopingtests unterzogen. Zudem muss Vondrousova auch ihre Aufenthaltsorte sowie ein spezifisches Zeitfenster an jedem Tag mitteilen, in dem sie getestet werden könnte.
Berufung eingelegt
In einem früheren Post hatte Vondrousova ihre im Dezember 2025 verweigerte Dopingkontrolle damit erklärt, dass sie unter Angstzuständen litt. Sie habe die Testerin in ihrem Haus in Prag deshalb nicht reingelassen, weil sich diese nicht klar habe identifizieren wollen.
Im August legte die Tennisspielerin Berufung gegen die vierjährige Sperre ein.
Positiv getestet wurde die ehemalige Weltnummer 6 eigenen Angaben zufolge bis heute nie. Ein Umstand, der es laut Marketa Vondrousova umso härter mache, dass einige Leute sie «Doperin» nennen.
Vondrousova: «Ich finde es traurig, wie einfach Leute solche Sachen sagen ohne dabei zu überlegen, wie sehr ihre Worte eine Person treffen können.»
















