Putin bleibt bei Vorschlägen zur Ukraine skeptisch
Nach dem Treffen mit Steve Witkoff ist Putin zu neuen Gesprächen mit der Ukraine und den USA bereit. Vorschläge für ein Kriegsende lehnt Moskau ab.

Putin hat einer Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine und den USA grundsätzlich zugestimmt, berichtet die «Tagesschau». Putins Berater Juri Uschakow nannte die Zeit nach dem 10. November als möglichen Beginn der Verhandlungen.
Im Mittelpunkt stehe der «Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach Ende des Konflikts», erklärte Uschakow. Als möglicher Austragungsort gilt Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo bereits zweimal verhandelt wurde.
Laut «Handelsblatt» haben Kiew und Moskau nach Angaben des Weissen Hauses einem weiteren Treffen auf technischer Ebene zugestimmt. Zuvor hatte Putin dies dem US-Sondergesandten Steve Witkoff bei einem Treffen in Sankt Petersburg signalisiert.
Putin zeigt sich ablehnend gegenüber Vorschlägen zur Ukraine
Gegenüber den Vorschlägen für ein Ende des Krieges zeigt sich Russland laut «Tagesschau» erneut ablehnend. Die von Witkoff übermittelten Ideen der Europäer und der Ukraine würden laut Uschakow «nicht viel Substanz enthalten».
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich offen für ein Einfrieren der Frontlinien, berichtet «T-Online». «Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren», sagte er im Gespräch mit dem US-Sender Fox News.
Das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe seien das «absolute Minimum», «was wir heute von Russland fordern». Russland lehnt eine Waffenruhe entlang der Front bislang ab und begründet das mit einer drohenden Wiederaufrüstung der Ukraine.
Politologe zweifelt an Gesprächen mit Putin über die Ukraine
Der Politologe Nico Lange äusserte sich laut «Tagesschau» im WDR-Interview skeptisch, ob die Gespräche tatsächlich zustande kommen.

Aus der Meldung lasse sich nicht ableiten, dass Putin zu einem Waffenstillstand oder Zugeständnissen bereit sei.
Putin setze darauf, dass Trump durch Druck auf die Ukraine deren Unterwerfung ermögliche, sagte Lange. Wie schon im vergangenen Jahr, werde auch diese Runde laut Lange zu keinem Ergebnis führen.












