Zahlreiche illegale Überflüge türkischer Kampfjets über griechische Inseln könnte die Nato schwächen. Davor warnte der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis.
Kyriakos Mitsotakis
Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, lächelt während einer Parlamentssitzung. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis spricht eine Warnung.
  • Überflüge von türkischen Kampfjets über griechische Inseln könnten die Nato schwächen.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis hat davor gewarnt: Die zahlreichen illegalen Überflüge türkischer Kampfjets über bewohnte griechische Inseln könnten die Südostflanke der Nato schwächen.

«Das Letzte, was wir jetzt in der Nato brauchen, ist eine weitere Quelle politischer Instabilität.» Dies sagte er am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Griechenland und die Türkei gehören beide der westlichen Militärallianz an, haben aber bilateral etliche politische Streitthemen. Mitsotakis sagte, den Gesprächsfaden mit dem Nachbarn wolle er nicht abreissen lassen.

Obwohl der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Kontakt zuletzt offiziell abgebrochen hatte. «Ich werde das Thema (der Überflüge) so lange ansprechen, bis die Türkei ihre Haltung ändert», sagte er. Athen sei auch insgesamt weiterhin zu Gesprächen mit der Türkei bereit. «Wir sind Nachbarn, und werden die Kommunikationskanäle offen halten.»

Erdogan hatte Anfang der Woche gesagt, Mitsotakis existiere für ihn nicht mehr. Dieser hatte zuvor bei einem Besuch in Washington dem US-Kongress geraten, keine Rüstungsgüter in den östlichen Mittelmeerraum zu verkaufen. Gemeint war damit die Türkei, die sich um den Kauf von US-Kampfjets des Typs F-16 bemüht.

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