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Kreml will dem Iran verbesserte Kriegsdrohnen schicken

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Iran,

Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Krieg
Der Krieg im Iran dauert noch immer an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit über einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
  • Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
  • Im Ticker erfährst du alle neuen Entwicklungen.

Seit über einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und der Iran. Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.

Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen. Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit verstärkten Angriffen.

Verfolgst du den Iran-Krieg?

Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du nichts Neues.

Schweizer Treibstoffpreise ziehen weiter an

11.18: Der Iran-Krieg hat die Treibstoffpreise in der Schweiz weiter in die Höhe getrieben. Innerhalb einer Woche stieg der Preis für Benzin um weitere 5 Rappen pro Liter.

Preise
Der Nahost-Krieg treibt die Schweizer Treibstoffpreise weiter nach oben. - keystone

Dies zeigen Auswertungen des Touring Club Schweiz (TCS). Kostete ein Liter Bleifrei 95 vor einer Woche am 19. Februar im Schnitt schweizweit noch 1,82 Franken, so waren es am Dienstag bereits 1,87 Franken.

Noch stärker fällt der Aufschlag beim Diesel aus. Hier beträgt der Anstieg laut TCS im selben Zeitraum 9 Rappen pro Liter auf 2,19 Franken.

US-Militär meldet massive Zerstörung iranischer Streitkräfte

10.33: «Wir sind auf dem Weg, den gesamten militärischen Produktionsapparat des Iran vollständig zu beseitigen», sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video.

Cooper
Brad Cooper spricht zu den Medien. - keystone

Mehr als 10.000 Ziele seien inzwischen angegriffen worden. «In der Tat haben wir vor wenigen Stunden das 10.000ste iranische Ziel getroffen», so Cooper. Man liege weiter im Plan, «die Fähigkeit des Iran zu unterbinden, ausserhalb seiner Grenzen nennenswerten Einfluss auszuüben».

Besonders hart getroffen sei die Marine: 92 Prozent der grössten Schiffe seien zerstört. «Sie sind nicht mehr auf See», sagte Cooper. Iran habe damit die Fähigkeit verloren, «Seemacht und Einfluss in der Region und weltweit wirksam zur Geltung zu bringen».

Kreml will Iran verbesserte Kriegsdrohnen schicken

09.50: Gemäss eines Berichts der «Financial Times» hat Russland offenbar damit begonnen, dem Iran verbesserte Kamikaze-Drohnen zu liefern. Ursprünglich stammen die Waffen aus Teheran.

Russland verbesserte die Technik während des Ukraine-Krieges jedoch deutlich. Die Lieferungen sollen offenbar bis Ende Monat abgewickelt werden. Es wäre ein Novum, dass Putin den Iran im Krieg mit Israel und den USA militärisch unterstützt.

Moskau
Moskau verstärkt offenbar seine Unterstützung für das Mullah-Regime. - keystone

Bereits vor rund drei Wochen wurde bekannt, dass der Kreml den Iran mit Geheimdienstinformationen über die USA versorgt. Trump-Gesandter Steve Witkoff hatte zuvor noch gesagt: «Hoffen wir, dass sie nichts weitergeben.»

Moskau hat die Berichte über die Waffenlieferung dementiert: «Es kursieren derzeit viele Fakes. Eines ist wahr – wir setzen unseren Dialog mit der iranischen Führung fort.»

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

09.14: In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Wie das Medienbüro der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen.

Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Ausserdem wurden den Angaben zufolge mehrere Autos beschädigt.

Fünf Raketenangriffe Irans auf Israel binnen zwei Stunden

08.51: Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran: In fünf Wellen binnen rund zwei Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den jüdischen Staat.

Raketen
Der Iran hat am Donnerstag intensive Raketenangriffe auf Israel gestartet. - keystone

In zahlreichen Gebieten Israels – darunter im Grossraum Tel Aviv, in Jerusalem sowie im Norden des Landes – gab es Raketenalarm.

Verletzte bei Einschlägen im Grossraum Tel Aviv

07.44: Bei neuen Raketenangriffen des Irans auf Israel am Morgen hat es nach Militärangaben mehrere Einschläge im Grossraum Tel Aviv gegeben.

Anschläge
Bei mehreren Anschlägen auf den Grossraum Tel Aviv wurden am Donnerstagmorgen sechs Menschen verletzt. - keystone

Sechs Menschen seien in der arabisch geprägten Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Iran schmettert Trumps 15-Punkte-Plan klar ab

07.37: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat Trumps 15-Punkte-Plan eine klare Absage erteilt. «Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist», sagte er im iranischen Staatsfernsehen.

iran Abbas Araghtschi
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi. - keystone

Dass die USA jetzt über Verhandlungen spreche, sei ein «Eingeständnis der Niederlage». «Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten», betonte Araghtschi.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass man dem Iran einen Friedensplan vorgeschlagen habe.

Mehrheit der Amerikaner findet, Trump geht zu weit

03.10: Donald Trump versprach im Wahlkampf, keine neuen Kriege zu beginnen und die Lebenshaltungskosten zu senken. Der Iran-Krieg droht, gleich beide Versprechen zu brechen. Entsprechend gering ist dann auch der Rückhalt für den US-Präsidenten.

Gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP finden 59 Prozent der Amerikaner, Trump gehe im Nahen Osten zu weit. Bei den Demokraten sind es 90 Prozent, bei den Unabhängigen 60 Prozent. Selbst ein Viertel der Republikaner ist dieser Meinung, 20 Prozent aber finden, Trump sei nicht weit genug gegangen.

usa donald trump
In den USA gibt es immer wieder Proteste gegen Donald Trump und dessen Iran-Krieg. - keystone

Vor allem die steigenden Benzinpreise sind für die Amerikaner, von denen sehr viele auf das Auto angewiesen sind, wichtig: 45 Prozent sagen, sie seien sehr besorgt, sich in den kommenden Monaten Sprit nicht mehr leisten zu können.

Die allgemeine Zustimmung für die Arbeit von Trump liegt wie auch im Vormonat bei 40 Prozent. Beim Thema Iran sind 35 Prozent mit dem US-Präsidenten zufrieden.

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