Krieg

«USA verhandeln mit sich selbst» – Iran weist US-Plan zurück

Esada Kunic
Esada Kunic

Iran,

Teheran verweigert Verhandlungen zum 15-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende kategorisch. Irans Militärführung fordert umgekehrt massive Zugeständnisse.

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Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA: US-Präsident Trump behauptet, die Iraner wollen unbedingt eine Einigung erzielen. - keystone

Die USA unterbreiteten der iranischen Führung einen umfassenden 15-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung. Wie die «taz» berichtet, vermittelte Pakistan den Vorschlag an Teheran weiter.

Irans Militärführung lehnte die Verhandlungsvorschläge hingegen entschieden ab.

Wird der Iran-Krieg bald beendet sein?

Der Sprecher der Revolutionsgarden Ebrahim Solfaghari attackierte Washington mit spöttischen Worten und forderte absoluten Gehorsam statt Diplomatie.

Kernforderungen des US-Plans

Der Friedensvorschlag verlangt laut dem «Tagesspiegel» erhebliche Zugeständnisse vom iranischen Regime.

Teheran soll zentrale Teile seines Atomprogramms aufgeben und alle Urananreicherung einstellen.

Zusätzlich müsse der Iran die Strasse von Hormus für freie Schifffahrt öffnen. Zudem sollte Teheran seinen Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde abgeben.

Iran: «USA verhandeln mit sich selbst»

«Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt», antworte Teheran, wie die «taz» berichtet.

«Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen.» Das «Vorgehen gegen das iranische Volk» müsse aus den «verdorbenen Köpfen» der Amerikaner verschwinden, hiess es laut «swissinfo.ch» weiter.

Mit der US-Regierung werde man sich nicht arrangieren. «Weder jetzt noch irgendwann sonst.»

Gegenforderungen aus Teheran

Der Iran legte seinerseits eigene Forderungen vor. Nach Darstellung der «Welt» verlangt Teheran den vollständigen Abzug aller US-Truppen aus der Golfregion.

hormus iran krieg
Die USA nutzen die militärisch kontrollierte Blockade der Strasse von Hormus als Druckmittel im Iran-Krieg. - keystone

Zudem möchte der Iran ein System etablieren, das Gebühren für die Strasse von Hormus erheben soll.

Trump hingegen behauptete, die Iraner wollten unbedingt eine Einigung erzielen, berichtet die «taz». Er verwies auf Gespräche mit den «richtigen Leuten» in Teheran, nannte aber keine Belege für diese Aussagen.

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Kommentare

User #4157 (nicht angemeldet)

Wer hier einen Deal möchte ist einzig und allein Trump! Er weiss, dass er den begonnenen Krieg nicht gewinnen kann. Er gehört vor ein Kriegsgericht.

User #5805 (nicht angemeldet)

Die ganze Welt leidet wegen Trump und trotzdem kann er offensichtlich nicht abgesetzt werden wegen zig Verbrechen, die er begeht und begangen hat. Was ist das für eine Welt, in der wir aktuell leben? Rechte und Nationalisten auf dem Vormarsch mit all ihren Lügen, all dem Hass gegenüber Minderheiten und einfachen Manipulation all jener, die empfänglich dafür sind.

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