Iran droht: Wird nächster Wasserweg blockiert?
Der Iran-Krieg läuft seit drei Wochen. Nun soll es offenbar eine Kriegs-Pause geben. Oder doch nicht? Das Neuste im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an und starteten den Krieg.
- Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch Ziele in den Golfstaaten.
- Trump spricht nun von einer angeblichen Kriegs-Pause – der Iran widerspricht.
- Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine Entwicklung im Nahen Osten.
Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich in den vergangenen drei Wochen dramatisch zugespitzt: Zahlreiche Ziele im Iran wurden bombardiert, während Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, US-Stützpunkte und Infrastruktur in der Region reagiert. Zudem blockiert Iran die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus, was zu starken Preisanstiegen und grossen Unsicherheiten führt.
Zuletzt sorgte eine überraschende Ankündigung aus Washington für Bewegung: Trump setzte geplante Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage aus und sprach von «produktiven Gesprächen». Mittlerweile soll auch ein 15-Punkte-Plan nach Teheran geschickt worden sein. Gleichzeitig weist Iran solche Darstellungen entschieden zurück – es gebe keine direkten Verhandlungen mit den USA.
Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Nau.ch-Ticker:
Iran droht mit Blockierung eines weiteren Wasserwegs
17.41: Eine iranische Militärquelle hat gewarnt, dass Teheran weitere strategische Fronten eröffnen könnte.
Darunter sei auch die Meerenge von Bab el-Mandeb, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean verbindet. Sie stellt eine wichtige Engstelle für den weltweiten Handel dar, insbesondere für Öl- und Erdgaslieferungen.
«Sollte der Feind Bodenoperationen auf iranischen Inseln oder in irgendeinem Teil unseres Territoriums versuchen oder versuchen, dem Iran durch Marinebewegungen im Persischen Golf oder im Omanischen Meer Kosten aufzuerlegen, werden wir als ‚Überraschung‘ weitere Fronten eröffnen», sagte die Quelle, wie die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch berichtete.
Die militärische Quelle verwies gegenüber Tasnim, das dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden nahesteht, ausdrücklich auf die Meerenge von Bab el-Mandeb und bekräftigte, dass der Iran sowohl die Fähigkeit als auch die Entschlossenheit habe, in diesem Gebiet eine glaubwürdige Bedrohung zu schaffen, sollten die Spannungen eskalieren.
„Sollten die Amerikaner rücksichtsloses Handeln in Bezug auf die Strasse von Hormus beabsichtigen, sollten sie darauf achten, ihrer Liste der Herausforderungen nicht noch eine weitere Meerenge hinzuzufügen“, fügte die Quelle hinzu.
Jährlich passieren etwa 12 % des gesamten weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls und ein erheblicher Teil des Flüssigerdgases die Meerenge von Bab el-Mandeb.
Ägypten bestätigt US-Plan zum Ende des Iran-Kriegs
17.29: Ägypten hat Berichte über einen US-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs bestätigt. «Es gibt von den USA einen Entwurf für einen Plan, der der iranischen Seite übermittelt wurde und der nun geprüft wird», sagte Ägyptens Aussenminister Badr Abdel-Atti heute vor Journalisten.
«Es ist eine Vision und ein Plan, den die Vereinigten Staaten vorgelegt haben.» Über die darin enthaltenen Punkte, die teilweise bereits von Medien veröffentlicht wurden, könne er aber nicht sprechen.
«Wir hoffen, dass es bald direkte Gespräche mit den beteiligten Seiten geben wird», sagte Abdel-Atti.

Ägypten versuche, unter anderem zusammen mit Pakistan und der Türkei zu vermitteln. «Wir werden nicht aufhören, alle Anstrengungen zu unternehmen» und das «rund um die Uhr», sagte Abdel-Atti.
Die ägyptische Regierung habe dabei nur «durch einen Kanal» Kontakt zur iranischen Seite, nämlich zum Aussenministerium in Teheran.
Iran stellt eigene fünf Bedingungen für Kriegsende
17.07: Ein iranischer Beamter hat als Reaktion auf einen 15-Punkte-Vorschlag der Vereinigten Staaten fünf Bedingungen für eine Beendigung des Krieges dargelegt, berichtete das staatliche Medienunternehmen Press TV am Mittwoch.
Es ist unklar, ob die Person, die Press TV als hochrangigen politischen Sicherheitsbeamten mit Kenntnis der Details des Vorschlags beschrieb, befugt ist, im Namen der iranischen Regierung zu sprechen.
Bemerkenswert ist jedoch, dass die Information von Press TV – einem englischsprachigen staatlichen Medienunternehmen – verbreitet wurde, was darauf hindeutet, dass die amerikanische Seite und andere englischsprachige Zielgruppen angesprochen werden sollten.
Der Iran fordert für ein Ende des Krieges einen vollständigen Stopp aller Angriffe, verbindliche Garantien und dass die Kämpfe nicht wieder aufgenommen werden. Weiter fordert der Staat Entschädigungen für entstandene Schäden und ein Ende des Krieges in der gesamten Region, auch gegenüber verbündeten Gruppen.
Eine weitere Forderung: Die iranische Souveränität über die Strasse von Hormus soll anerkannt werden. Gleichzeitig betont Teheran, dass es selbst über den Zeitpunkt und die Bedingungen eines Kriegsendes entscheidet und sich nicht von den USA vorschreiben lässt.
Das Weisse Haus arbeitet daran, an diesem Wochenende ein Treffen in Pakistan zu organisieren, um einen Ausweg aus dem Konflikt zu erörtern, wie zwei Vertreter der Trump-Regierung gegenüber CNN erklärten.
Armee: Iranische Raketenteile im Libanon abgestürzt
15.06: Im Libanon sind nach ersten Militärangaben Teile einer iranischen Rakete abgestürzt. Die libanesische Armee teilte mit, dass das eigentliche Ziel ausserhalb des libanesischen Territoriums gelegen haben müsse.
Die Rakete sei in grosser Höhe explodiert. Als mögliche Ursachen würden eine technische Fehlfunktion oder der Abschuss durch eine Abfangrakete in Betracht gezogen. Der Vorfall ereignete sich gestern Nachmittag.

Das israelische Militär teilte bereits am Abend mit, dass eine iranische Rakete auf libanesisches Territorium gefallen sei.
Unter Bewohnern war gestern Panik ausgebrochen, als nach dem Absturz der Raketenteile Explosionen nahe der US-Botschaft unweit der Hauptstadt Beirut zu hören waren. Bei der Küstenstadt Dschunie schlugen Trümmer ein. Es gab die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Der Iran äusserte sich bisher nicht.
Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und kämpft aktuell – ebenso wie der Iran – mit Raketen und Drohnen gegen den gemeinsamen Erzfeind Israel.
Uno-Menschenrechtsrat verurteilt Iran wegen Hormus-Behinderung
14.55: Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilt die iranischen Einschränkungen in der Strasse von Hormus. Am Mittwoch kritisierte er während einer dringenden Debatte in Genf die Angriffe der Islamischen Republik auf die Golfstaaten und auf Jordanien.
In einer im Konsens angenommenen Resolution verurteilt das Gremium jede iranische Massnahme, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu «schliessen, zu behindern oder zu stören».
Es verurteilt «in den schärfsten Worten» die Angriffe der Islamischen Republik in der Region und äussert Besorgnis über Angriffe auf Energieanlagen. Ausserdem verurteilt der Rat alle Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte. Er fordert zudem «rasche» und «angemessene» Entschädigungen für die von Teheran verursachten Schäden.
Zuvor hatte der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, erklärt, dass «Staaten mit einer totalen Katastrophe spielen», indem sie die Raketenangriffe vervielfachen.

Er warnte vor den Gefahren für den gesamten Nahen Osten und darüber hinaus. Der Österreicher bedauerte auch die zunehmenden Angriffe auf Wohngebiete im Iran. Fast 1500 Menschen wurden dort getötet. Weitere tausend Menschen kamen im Libanon bei israelischen Angriffen ums Leben.
Der Hochkommissar stellte ausserdem fest, dass die Folgen auch in Syrien, im Irak sowie in den palästinensischen Gebieten zu beobachten seien. Vor dem Rat warnte anschliessend der iranische Botschafter Ali Bahreini die Nachbarländer vor Israel und vor einer Zerschlagung der regionalen Ordnung. «Nach dem Iran werden Sie leichter erreichbare Ziele», fügte er hinzu.
Die Schweiz nehme die «Sicherheitsbedenken» der Golfstaaten und Jordaniens ernst, erklärte eine Vertreterin der Schweizer Mission bei der Uno in Genf. Bern wiederholte, dass nach seiner Ansicht die USA und Israel das Prinzip des Gewaltverbots verletzten und dass Teheran über das Recht auf Selbstverteidigung hinausgehe.
Die Schweiz betonte ausserdem, dass Fragen von Frieden und Sicherheit eher im Uno-Sicherheitsrat in New York behandelt werden sollten. Zudem spiegle die Resolution nicht alle Aspekte des Konfliktes wider. Auch andere Länder wiesen auf die Zuständigkeit des Uno-Sicherheitsrates hin bei der Verletzung von Frieden und Sicherheit.
Regierungspartei: Türkei um Vermittlung im Iran-Krieg bemüht
13.51: Im Ringen um eine Lösung im Iran-Krieg spielt die Türkei nach Angaben der Regierungspartei eine Vermittlerrolle.
Man stehe seit längerem in Kontakt mit dem Iran und den USA und übermittle Botschaften zwischen beiden Parteien, sagte Harun Armagan, stellvertretender Vorsitzender für Aussenbeziehungen der regierenden AK-Partei in der Türkei der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei, Spannungen abzubauen und einen Boden für Gespräche zu bereiten.

Noch sei man aber nicht so weit, dass man einen Ort für ein solches Treffen festlegen könne. Auch Pakistan vermittelt örtlichen Sicherheitskreisen zufolge zwischen den Kriegsparteien. Das Aussenministerium in Ankara wollte zunächst nicht kommentieren.
Irans Militärführung hatte zuvor Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Dieser verlangt der Führung in Teheran demnach grosse Zugeständnisse ab.
Schweizer Börse setzt Erholung dank Hoffnung im Iran-Krieg fort
13.35: An den Aktienmärkten nutzen Anleger am Mittwoch die aufkeimende Hoffnung auf eine mögliche Entspannung im Iran-Krieg zum Durchatmen. Auch der Schweizer Leitindex SMI setzt vor diesem Hintergrund seine Erholung fort.
Es könne aber noch lange nicht von einer Euphorie gesprochen werden, sagten Händler. «Die sich ständig ändernden Schlagzeilen zum Nahost-Konflikt erhöhen die Schwankungen am Aktienmarkt. Es bleibt ein Wechselbad der Gefühle», sagte ein Experte. Derzeit sei der Markt aber offen für jeden Funken Hoffnung, den die Bemühungen um eine diplomatische Lösung entfachten.

Ausgelöst wurden diese Hoffnungen von Berichten, dass die US-Regierung dem Regime in Teheran einen Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet habe. Allerdings konterte der Iran mit eigenen zahlreichen Forderungen – unter anderem einer Mautgebühr für die Strasse von Hormus.
Gleichzeitig lockerte der Iran die Regeln für eine Durchfahrt durch die wichtige Meerenge, allerdings gehen die Kampfhandlungen weiter und das Pentagon verlegte spezielle Luftlandetruppen in den Nahen Osten. «Sollten US-Stiefel iranischen Boden berühren, würde das wieder zur Eskalation führen», warnte eine weitere Börsianerin.
Hierzulande verbucht der SMI bis zum Mittag Gewinne von 1,6 Prozent auf 12'713 Punkte und legt damit den dritten Tag in Folge zu. Auch die anderen grossen Börsen Europas fahren Kursgewinne ein: So legt der deutsche Dax um 1,8 Prozent, der französische Cac 40 steigt um 1,7 Prozent und die Londoner Börse um 1,4 Prozent zu.
Sicherheitskreise: Kontakte zwischen USA und Iran über Kriegsende
13.17: Die USA und der Iran stehen Sicherheitskreisen zufolge über ein mögliches Kriegsende in Kontakt. In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Auch Ägypten sei in Bemühungen involviert, den Krieg zu beenden.
In dem 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs werde unter anderem diskutiert, wie künftig der Schiffverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus geregelt wird. Ein Vorschlag ist demnach eine gemeinsame maritime Einsatzgruppe durch die USA, den Iran, Pakistan und einige Golfstaaten.

Die meisten Punkte adressieren laut einer gut informierten Quelle jedoch das umstrittene iranische Atomprogramm. Bereits vor dem Krieg hatten der Iran und die USA darüber ohne konkrete Ergebnisse verhandelt. Auch die Aufhebung der internationalen Sanktionen und der Wiederaufbau des Irans seien Themen.
US-Medien hatten zuvor über den Plan berichtet, der Irans Führung für ein Ende des Kriegs grosse Zugeständnisse abverlangen soll. Pakistan gilt als möglicher Gastgeber, sollte es zu neuen Gesprächen zwischen Vertretern aus Teheran und Washington kommen. Offiziell dementiert Irans politische und militärische Führung jegliche Art von Verhandlungen mit den USA.
Libanon: Mehr als 40 Sanitäter bei Israels Angriffen getötet
13.07: Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 42 Sanitäter getötet worden.
Bei einem jüngsten Vorfall am Montag seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff auf ihr Motorrad getroffen worden und umgekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit.
Die beiden Männer seien auf dem Weg zu einem Einsatz und in Uniform gekleidet gewesen. Ihr Motorrad sei mit Warnleuchten ausgestattet gewesen.

Sowohl die Hisbollah als auch die mit ihr verbündete Amal-Bewegung haben eigene Gesundheitsdienste. Insbesondere deren Mitarbeiter werden bei den Angriffen getroffen.
Auf Nachfrage teilte das israelische Militär mit, die Angelegenheit zu prüfen. Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, Krankenwagen und andere medizinische Einrichtungen für militärische Zwecke zu nutzen.
Die libanesische Regierung wirft Israels Armee vor, vorsätzlich Rettungsmassnahmen zu behindern und gegen das Völkerrecht zu verstossen.
Israel: Neuer Raketenangriff aus dem Iran
11.42: Der Iran hat laut israelischen Angaben am Vormittag erneut Raketen auf Israel abgefeuert, wie SRF berichtet. Die Polizei meldete demnach mehrere Einschläge im Land, bislang wurden jedoch keine Verletzten gemeldet, wie auch der Rettungsdienst Magen David Adom auf X bestätigte.

In verschiedenen Regionen wurde Raketenalarm ausgelöst, in der Küstenmetropole Tel Aviv ertönten die Sirenen am Vormittag sogar zweimal kurz hintereinander, wie SRF weiter schreibt. Der Iran bestätigte demnach die Angriffe laut dem staatlichem Rundfunk.
Iran warnt USA vor Invasion mit Bodentruppen
11.26: Der Iran hat die USA vor einem möglichen Einsatz von Bodentruppen gewarnt. «Wir beobachten alle Bewegungen der USA in der Region genau, insbesondere Truppenverlegungen», schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf X.
«Stellt unsere Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, nicht auf die Probe», fügte der frühere General hinzu.

Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in die Region des Nahen Ostens angeordnet. Die Rede ist von einer möglichen Invasion der iranischen Insel Charg, dem wichtigsten Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf.
Irak: Sieben Soldaten bei Luftangriff getötet
10.56: Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind staatlichen Angaben zufolge sieben Soldaten getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. Der Angriff traf demnach eine Militärklinik und eine technische Abteilung eines Armeestützpunkts in der Provinz Anbar. Es gab keine Angaben dazu, von wem der Angriff stammen könnte.
Es handle sich um «einen eklatanten und schwerwiegender Verstoss gegen alle internationalen Gesetze und Normen, die Angriffe auf medizinische Einrichtungen verbieten», erklärte das Ministerium.
Auf dem Gelände befinden sich Einrichtungen der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF). Die proiranische Gruppe spielte zwischen 2014 und 2017 eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» und operiert weiterhin gemeinsam mit den irakischen Sicherheitskräften.

Die PMF meldeten im Zuge des Iran-Kriegs in den vergangenen Wochen wiederholt Angriffe auf ihre Einrichtungen. Sie pflegen enge Beziehungen zu Teheran. Am Dienstag berichtete die Miliz, bei US-Luftangriffen in Anbar seien mindestens 14 ihrer Mitglieder, darunter ein regionaler Kommandeur, getötet worden. Bei früheren Vorfällen hatten die PMF auch von US-israelischen Angriffen gesprochen. Die USA und Israel äusserten sich nicht dazu.
Neue Luftangriffe im Iran
10.45: Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Landes kamen einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe.
Israelische Armee meldet Angriffe auf Teheran
10.00: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben zwei wichtige Produktionsstätten für Marine-Marschflugkörper in Teheran angegriffen. Das schreibt die israelische Armee auf X.

Demnach hätten Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe Einrichtungen angegriffen, die vom iranischen Regime zur Entwicklung und Herstellung von Langstrecken-Marine-Marschflugkörpern genutzt werden. Diese hätten Ziele auf See und an Land zerstören können, wie es im Post weiter heisst.
UNO-Hochkommissar für Menschenrechte fordert Ende des Iran-Kriegs
09.41: Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Turk, hat die Staaten aufgefordert, den Konflikt mit dem Iran zu beenden. An einer von Golfstaaten einberufenen Dringlichkeitssitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf bezeichnete er die Lage im Nahen Osten als äusserst gefährlich und unberechenbar, wie SRF berichtet.

Er warnte zudem, dass sich der Konflikt über Grenzen hinweg ausweiten und globale Auswirkungen haben könne. Besonders einflussreiche Länder rief Turk dazu auf, sämtliche verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Auseinandersetzung zu beenden.
Iran spottet über Trump: «Verhandelt mit euch selbst»
07.55: Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.
«Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt», sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal «Axios» und die «New York Times». Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach grosse Zugeständnisse ab.
«Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen», sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das «Vorgehen gegen das iranische Volk» müsse aus den «verdorbenen Köpfen» der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. «Weder jetzt noch irgendwann sonst.»
Iran kontert 15-Punkte-Plan mit eigenen Maximalforderungen
05.30: Das «Wall Street Journal» berichtet über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-15-Punkte-Plan, die zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte – darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Strasse von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.
Sondergesandte Witkoff: Iran hat in mehreren Punkten zugestimmmt
05.01: Das Portal «Axios» berichtet, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Donald Trump gesagt, die Iraner hätten bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt – unter anderem seien sie bereit, ihre Bestände an angereichertem Uran aufzugeben. Offiziell heisst es aus Teheran indes, dass von Verhandlungen mit den Amerikanern überhaupt keine Rede sein könne.

Israel: Keine Teilnahme an Iran-Gesprächen
04.15: Gemäss dem israelischen Botschafters bei den Vereinten Nationen ist das Land nicht an Gesprächen mit dem Iran beteiligt. Danny Danon sagte am Dienstag (Ortszeit) vor UN-Reportern, soweit er wisse, sei Israel nicht Teil der angeblich für später in dieser Woche in Pakistan geplanten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.
Er betonte auch: «Während wir hier sprechen, greifen Israel und die USA weiterhin militärische Ziele im Iran an, und wir werden das auch weiterhin tun». Die Angriffe hätten «viel erreicht», aber noch nicht alles, so Danon.

Mit Blick auf mögliche Verhandlungen am Ende des Konflikts betonte er, Israel sei entschlossen sicherzustellen, dass der Iran weder über nukleare Fähigkeiten noch über ballistische Raketen verfügt.
Trump schickt 15-Punkte Plan: «Der Krieg ist gewonnen»
03.10: In einer Pressekonferenz im Weissen Haus hat Trump nachgedoppelt und gesagt, dass man bei den Gesprächen mit Iran gute Fortschritte erziele. Ausserdem betonte der US-Präsident, dass bei den Gesprächen auch Vizepräsident JD Vance und Aussenminsiter Marco Rubio beteiligt seien.
«Der Krieg ist gewonnen – die einzigen, die möchten, dass es weitergehen, sind die Fake News», sagte Trump. Zuvor berichtete die «New York Times», dass die USA dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt hätten.
USA schickt Iran 15-Punkte-Plan
Demnach fordert Washington unter anderem den Abbau der iranischen Nuklearkapazitäten, ein Ende der Uran-Anreicherung auf iranischem Boden, die Stilllegung von Natanz, Isfahan und Fordo sowie uneingeschränkten Zugang für die Internationale Atomenergiebehörde.
Zudem soll Teheran seine Unterstützung für Stellvertretergruppen in der Region einstellen, die Strasse von Hormus offen halten und sein Raketenprogramm später begrenzen.

Im Gegenzug stellen die USA laut dem Bericht die Aufhebung aller Sanktionen, Unterstützung für das zivile Atomprojekt in Bushehr sowie das Ende der «Snapback»-Gefahr in Aussicht. Der Iran dementiert derweil weiterhin Gespräche mit den USA.
Treibstofflager am Flughafen Kuwait nach Drohnenangriff in Brand
02.18: Am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge halte sich der Schaden in Grenzen und es gebe keine Verletzten, teilte die Regierung auf der Plattform X mit. Notfallpläne und Feuerwehr seien sofort aktiviert worden, hiess es unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde. Alle relevanten Kräfte seien am Flughafen am Rande von Kuwait-Stadt im Einsatz.
Neue Angriffswelle auf Teheran
01.55: Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe visierten „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ an, erklärte die israelische Armee am Mittwochmorgen bei Telegram. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gemeldet.
255 verwundete US-Soldaten im Iran-Krieg
00.33: m Iran-Krieg sind bislang 290 US-Soldaten verletzt worden. Das teilte der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom), Tim Hawkins, mit.

Von den Verwundeten seien 255 wieder in den Dienst zurückgekehrt, 35 blieben derzeit ausser Gefecht. Zehn Soldaten seien schwer verletzt worden. Seit der letzten Aktualisierung am 16. März ist die Gesamtzahl der Verwundeten um 90 gestiegen. Dreizehn US-Soldaten sind im Verlauf des Krieges im Kampfeinsatz gefallen.
Ölpreis fällt nach Trump-Aussagen wieder unter 100 Dollar
23.23: Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gefallen. Während des Iran-Kriegs war der Preis bereits kurzzeitig fast auf 120 Dollar geklettert.
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: «Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschliessen.» Zuvor hatte der Iran diese Bereitschaft bestritten, nach den neuerlichen Trump-Aussagen gab es zunächst keinen offiziellen Kommentar aus Teheran.
Macron drängt Iran zu Verhandlungen und zur Deeskalation
23.11: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat den iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian gesprochen und zu einer Verhandlungslösung im Krieg mit den USA und Israel aufgefordert. Er habe den Iran aufgefordert, «sich in gutem Glauben an Verhandlungen zu beteiligen, um einen Weg zur Deeskalation zu ebnen», teilte Macron auf der Plattform X mit.

Verhandlungen sollten einen Rahmen schaffen, «der es ermöglicht, den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms sowie seiner Aktivitäten zur Destabilisierung der Region gerecht zu werden».












