Biel steht trotz Fortschritten beim Klima vor Herausforderungen

Die Stadt Biel sieht sich auf einem guten Weg, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die CO2-Emissionen sind im Vergleich zum Jahr 2010 um ein Drittel gesunken, doch könnte es laut dem Klimabericht 2025 der Stadt schwierig werden, dieses Tempo beizubehalten.

Die Stadt Biel muss noch weitere Anstrengungen unternehmen, um ihre CO2-Emissionen zu senken, insbesondere im Bereich der Mobilität. (Symbolbild)
Die Stadt Biel muss noch weitere Anstrengungen unternehmen, um ihre CO2-Emissionen zu senken, insbesondere im Bereich der Mobilität. (Symbolbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Stadt Biel hat 2020 eine Strategie auf den Weg gebracht, die darauf abzielt, bis 2040 in der Verwaltung und bis 2050 im gesamten Stadtgebiet klimaneutral zu werden. «Bislang ist Biel auf gutem Weg, und die ergriffenen Massnahmen haben Früchte getragen», teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Die Treibhausgasemissionen der Stadt sind gesunken und liegen leicht unter dem in einer Verordnung festgelegten Reduktionspfad. Da die Daten erst zwei Jahre nach ihrer Erhebung verfügbar sind, stützt sich die Stadt in ihrem Bericht auf Zahlen aus dem Jahr 2023.

Damals beliefen sich die Treibhausgasemissionen auf dem Stadtgebiet auf 174'000 Tonnen CO2-Äquivalent, was einem Rückgang von 34 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Ebenfalls zwischen 2010 und 2023 stieg der Anteil der verbrauchten erneuerbaren Energien auf 39 Prozent. Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, könnte Biel bereits 2049 CO2-Neutralität erreichen.

Es werde jedoch schwierig sein, dieses Tempo beizubehalten, warnt ein von der Stadt Biel eingesetztes und aus Fachleuten bestehendes Klimakomitee. Ein Teil der bisher verzeichneten Rückgänge lasse sich nämlich durch immer wärmere Winter erklären.

Da zudem die am einfachsten umzusetzenden Massnahmen bereits ergriffen wurden, dürfte es zunehmend schwieriger werden, die Treibhausgasemissionen weiter zu senken.

Die Stadt muss insbesondere in den Bereichen Gebäude, Verkehr und Heizungen Massnahmen ergreifen. Die im Finanzvermögen erfassten städtischen Gebäude, die die Stadt nicht selbst nutzt, verursachen im Durchschnitt mehr als doppelt so viele Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter wie die Verwaltungsgebäude.

Zudem gehen die Emissionen im Verkehrssektor zu langsam zurück, wobei der Anteil an Elektroautos relativ gering bleibt. Die Bieler Behörden planen in diesem Jahr neue Massnahmen zur Förderung der sanften Mobilität.

Was die Heizungen betrifft, so werden weiterhin Anlagen mit fossilen Brennstoffen installiert, was das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 gefährdet.

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