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    Johnson fordert Einigkeit im Corona-Kampf – mehr Geld für die WHO

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    In der Coronakrise hat sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking verschlechtert. Briten-Premier Boris Johnson mahnt zur Einigkeit.

    Johnson
    Boris Johnson hat zu mehr Einigkeit aufgerufen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Boris Johnson hat zu mehr Einigkeit im Kampf gegen Corona aufgerufen.
    • «Wir wissen, dass wir so nicht weitermachen können», so der britische Premierminister.
    • Die Beziehung zwischen den USA und China hat sich in den letzten Monaten verschlechtert.

    Angesichts von Spannungen zwischen den USA und China im Kampf gegen das Coronavirus hat der britische Premierminister Boris Johnson zur Einigkeit aufgerufen. Der erbitterte Streit zwischen Washington und Peking hatte auch die Generaldebatte in den vergangenen Tagen bestimmt.

    «Wir wissen, dass wir so nicht weitermachen können. Wenn wir uns nicht vereinen und unser Feuer gegen unseren gemeinsamen Feind wenden, wissen wir, dass jeder verlieren wird», sagte Johnson am Samstag in seiner Video-Ansprache bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

    Trump nennt Corona «China-Virus»

    In den letzten Monaten hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften auch wegen der Corona-Pandemie massiv verschlechtert. US-Präsident Donald Trump hatte das Coronavirus unter anderem wiederholt als «China-Virus» bezeichnet.

    Donald Trump
    «Hund» nutzt er gerne als Schimpfwort: US-Präsident Donald Trump. - dpa

    Der Konflikt berührt mittlerweile fast jeden Aspekt der Beziehungen zwischen den beiden Grossmächten. Zudem machte Trump der WHO den Vorwurf, eine Marionette Pekings zu sein, und kündigte offiziell den Austritt aus der Organisation an. Wirksam wird er im Juli nächsten Jahres.

    Mehr Geld für WHO

    Johnson kündigte zudem eine Erhöhung der Gelder für die Weltgesundheitsorganisation WHO um 30 Prozent an. Demnach solle die Organisation in den kommenden vier Jahren 340 Millionen Pfund (etwa 372 Millionen Euro) aus dem Vereinten Königreich erhalten.

    Johnson stellte zudem einen Fünf-Punkte-Plan vor, um Pandemien wie die Gegenwärtige in Zukunft zu verhindern. Dieser beinhaltet unter anderem den Aufbau von Zentren zur genaueren Beobachtung potenziell gefährlicher Erreger. Auch solle es einen global abgestimmten Plan zur Bekämpfung einer Pandemie geben, anstatt nationale Ansätze wie momentan.

    corona
    Das Logo der Weltgesundheitsorganisation (WHO). - Keystone

    Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie findet die 75. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in diesem Jahr noch bis Dienstag grösstenteils online statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten - darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs - sprechen nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per vorab aufgezeichneten Video-Reden.

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