WHO

Immer mehr Kinder leiden an psychischen Problemen

Samantha Reimer
Samantha Reimer

Genève,

Die WHO warnt: Psychische Probleme bei Europas Kindern und Jugendlichen nehmen stark zu. Mädchen sind besonders betroffen.

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Psychische Probleme bei Kindern sollten ernst genommen werden: Um eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen, müssen Eltern aufmerksam sein, professionelle Hilfe suchen und nicht zu lange abwarten. (Symbolbild) - Annette Riedl/dpa/dpa-tmn

Ein neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt: Ein Siebtel aller Kinder und Jugendlichen in der Europäischen Region leidet unter einer psychischen Erkrankung.

Die Zahl ist in den letzten 15 Jahren um ein Drittel gestiegen. Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren sind besonders betroffen.

Jede vierte von ihnen berichtet von einer psychischen Erkrankung.

Suizid als führende Todesursache

Suizid bleibt die führende Todesursache bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Die Versorgung mit psychischer Hilfe ist jedoch unzureichend.

In einem Viertel der Länder gibt es keine gemeindenahen psychosozialen Dienste für Kinder und Jugendliche.

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Kinder und Jugendliche litten besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie. Pro Juventute hat eine Zunahme der Beratungen wegen Suizidgedanken registriert. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/DPA/CARSTEN KOALL

Ein Fünftel der Staaten verfügt über keine eigene Strategie für die psychische Gesundheit dieser Altersgruppe.

Warum leiden Kinder an psychischen Problemen?

Die WHO nennt mehrere Gründe für die Zunahme psychischer Probleme. Dazu zählen die Folgen der Corona-Pandemie, anhaltende geopolitische Konflikte und die Klimakrise.

Ist dir dieser Trend auch aufgefallen?

Auch die digitale Welt belastet junge Menschen. Viele fühlen sich einsam und unsicher.​Die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf bestätigt:

Die psychische Gesundheit junger Menschen ist auch Jahre nach der Pandemie schlechter als vorher. Immer noch leiden rund 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter psychischen Auffälligkeiten.

Forderungen der WHO

Die WHO fordert, dass alle Kinder und Jugendlichen Zugang zu hochwertiger psychischer Versorgung erhalten. Dazu sollen Länder eigene Strategien entwickeln und mehr Fachpersonal ausbilden.

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Vor allem in der Corona-Krise hat die seelische Belastung bei Kindern zugenommen. (Symbolbild) - dpa

Die Versorgungsqualität muss verbessert werden, damit keine Lücken entstehen, wie «euronews» berichtet.​ Dr. João Breda von der WHO betont:

«Dieser Bericht ist ein Weckruf. Jedes Kind und jeder junge Mensch hat das Recht auf Unterstützung bei psychischer Gesundheit und auf hochwertige Versorgung».

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Kommentare

User #2347 (nicht angemeldet)

Wer arbeitet von den Jungen in 5 Jahren noch , der grösste Teil auf Psycho macht , ist doch schön , das ganze Leben nichts tun ...die andern Arbeiten schon für Euch , so läufts ab...

User #2027 (nicht angemeldet)

Was den Jungen fehlt, sind Werte, die sich an der Bibel orientieren. Ja, lacht nur! Gott bietet jedem ein erfülltes Leben an. Ein Leben ohne ihn MUSS ins Desaster führen.

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