Krieg

    Irans oberster Führer warnt USA vor Krieg

    Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran verschärfen sich die Spannungen mit dem Westen. Die neusten Entwicklungen im Ticker.

    Iran
    Ali Chamenei: Seine Revolutionsgarde wird nun als terroristisch eingestuft. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Westen reagiert auf Unterdrückung der Proteste mit Sanktionen.
    • Trump droht dem Iran mit einer militärischen Intervention.
    • Nun warnt der Iran die USA vor einem Krieg.

    Nach der blutigen Niederschlagung der Massenproteste reagiert der Westen mit Sanktionen und politischen Massnahmen gegen Teheran.

    Die Europäische Union hatte am Donnerstag entschieden, die Revolutionsgarden (IRGC) wegen ihres blutigen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste als Terrororganisation einzustufen.

    Ist der Entscheid, die Revolutionsgrade als Terrororganisation einzustufen, richtig?

    Der Iran kontert mit Drohungen, Gesetzesinitiativen und scharfer Rhetorik. Alle Entwicklungen liest du bei uns im Ticker.

    Irans oberster Führer warnt USA vor regionalem Krieg

    10.15: Irans oberster Führer hat im Falle eines US-Angriffs vor einem regionalen Krieg gewarnt. «Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein», sagte Ajatollah Ali Chamenei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

    iran präsident religionsführer macht
    Ali Chamenei hält im Iran sämtliche Macht in den Händen. (Archivbild) - keystone

    Der Iran wolle keinen Krieg und werde ihn auch nicht beginnen, sagte der Religionsführer, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat. «Aber das iranische Volk wird jemandem, der angreift oder Schaden zufügt, einen harten Schlag versetzen.»

    Zuletzt waren die Sorgen vor einem neuen Krieg wieder gewachsen. US-Präsident Donald Trump hat der Staatsführung in Teheran mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Seit einigen Tagen ist die Rede von neuen Verhandlungen.

    Iran nennt EU-Streitkräfte «terroristische Gruppen»

    07.36: Diese Woche hat die EU die iranischen Revolutionsgarden nach der Niederschlagung der Proteste als Terrororganisation eingestuft. Nun reagiert Teheran.

    Bagher Ghalibaf
    Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, ehemaliger General der Revolutionsgarden. - keystone

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, dass die militärischen Streitkräfte der EU-Staaten als «terroristisch» eingestuft würden. Dies sei eine «reziproke Aktion» auf den Entscheid der EU-Aussenminister diese Woche.

    Er verwies dabei auf ein Gesetz aus dem Jahr 2019.

    Irans Präsident: Streben keinen Krieg an

    06.25: Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich nach erneuten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump für eine friedliche Lösung des Konflikts mit Washington ausgesprochen.

    iran
    Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. - keystone

    In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi habe Peseschkian die «Notwendigkeit betont, diplomatische Prozesse einzuleiten», berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Iran habe «niemals einen Krieg angestrebt» und strebe auch jetzt keinen Krieg an, sagte Peseschkian.

    Die Islamische Republik sei «zutiefst davon überzeugt, dass ein Krieg weder dem Iran noch den Vereinigten Staaten oder der Region nützen würde», hiess es.

    Revolutionsgarden sind Irans Elitestreitmacht

    04.00: Die USA hatten die IRGC 2019 unter Präsident Donald Trump als weltweit erstes Land als Terrororganisation eingestuft. Kurz darauf verabschiedete Irans Parlament ein Gesetz mit Gegenmassnahmen und möglichen Schritten für künftige Einstufungen, wie sie die EU vergangene Woche vornahm.

    Die Revolutionsgarden sind Irans Elitestreitmacht und der regulären Armee weit überlegen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Truppe nicht nur militärisch massiv aufgerüstet, sondern baute auch ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss aus – etwa durch Beteiligungen an Hotelketten und Fluggesellschaften.

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    Kommentare

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Der Schreiberling Riccardo hat mich wieder zensuriert

    User #3646 (nicht angemeldet)

    Wieso warnt der vor Krieg, dort ist ja schon längst Krieg.

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