USA warnen Iran vor Provokationen bei Manöver in Meerenge
Das US-Militär hat die Iranischen Revolutionsgarden vor dem Beginn eines geplanten Manövers in der Strasse von Hormus vor riskantem Verhalten gewarnt.

Das US-Militär werde keine «unsicheren» Manöver wie zum Beispiel Flüge über US-Kriegsschiffe oder Stützpunkte in niedriger Höhe tolerieren, das gelte auch für das Annähern iranischer Schnellboote auf Kollisionskurs mit US-Schiffen, erklärte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom).
«Jegliches unsicheres und unprofessionelles Verhalten in der Nähe von US-Truppen, regionalen Partnern oder kommerziellen Schiffen erhöht das Risiko einer Kollision, Eskalation und Destabilisierung», erklärte das US-Militär weiter. Irans Einheiten hätten das Recht, in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum zu operieren. Das amerikanische Militär halte sich an die höchsten professionellen Standards und internationales Recht, dazu seien auch die Revolutionsgarden verpflichtet, mahnte Centcom.
Das ab Sonntag geplante Manöver der Iraner, bei dem mit scharfer Munition geschossen werden solle, dürfe die Freiheit der Schifffahrt und die internationale Handelsschifffahrt in der wichtigen Meeresenge nicht beeinträchtigen, forderte das US-Militär. Die Strasse von Hormus – eine rund 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman – gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
Die Revolutionsgarden gelten als die Elitestreitkräfte der Islamischen Republik und sind direkt dem obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei unterstellt.
Trump droht dem Iran mit einem US-Militäreinsatz
Das geplante Manöver findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Lage mit Blick auf den Iran bereits sehr angespannt ist. US-Präsident Donald Trump hat Teheran zuletzt mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Proteste. Der Iran müsse sich auf einen «Deal» einlassen, fordert Trump. Dabei soll es unter anderem um eine Einstellung von Irans umstrittenem Atomprogramm gehen und um eine Begrenzung der Entwicklung ballistischer Raketen.
Die US-Streitkräfte haben ihre Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und dessen Begleitschiffen.
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte am Freitag erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit. Er wies zentrale Forderungen Trumps zurück. Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein, erklärte Araghtschi. Der Iran werde seine Fähigkeiten bewahren und notfalls sogar ausbauen. Er warnte die USA, dass ein militärischer Konflikt diesmal über einen bilateralen Krieg hinausgehen könnte. Im Juni vergangenen Jahres hatte das US-Militär im Iran – flankierend zu israelischen Angriffen – Atomanlagen bombardiert.












