In Frankreich verurteilte Iranerin zurück in ihrer Heimat
Eine in Frankreich wegen Terrorverherrlichung verurteilte Iranerin ist zurück in ihrer Heimat.

Ein Pariser Gericht hatte die Aktivistin Mahdieh Esfandiari im Februar zu vier Jahren Haft, davon drei auf Bewährung, verurteilt. Das iranische Staatsfernsehen strahlte nun nach ihrer Ankunft im Iran ein kurzes Interview mit ihr aus. Darin bezeichnete sie sich selbst als «Geisel», die gegen zwei im Iran inhaftierte Franzosen freikam.
Esfandiari stand wegen mehrerer antisemitischer Nachrichten in den sozialen Netzwerken aus den Jahren 2023 und 2024 vor Gericht. Laut Anklage standen diese mit dem terroristischen Angriff der Hamas in Israel vom 7. Oktober 2023 in Zusammenhang. Sie selbst hatte vor Gericht bestritten, die Nachrichten verfasst zu haben, berichtete die Zeitung «Le Parisien».
Vor gut einer Woche und mitten im Iran-Krieg waren Cécile Kohler und Jacques Paris, ein jahrelang in Teheran festgehaltenes französisches Lehrerpaar, freigekommen. Frankreich hatte der iranischen Regierung vorgeworfen, die Franzosen als «Staatsgeiseln» zu halten. Der Fall hatte die Beziehungen zwischen Paris und Teheran schwer belastet.
Das französische Paar war 2022 im Iran festgenommen und im Oktober 2025 wegen angeblicher Spionage für Israels Geheimdienst zu 17 und 20 Jahren Haft verurteilt worden. Anfang November wurden die beiden aus der Haft entlassen. Das Lehrerpaar durfte zunächst nicht ausreisen und hielt sich zwischenzeitlich in der französischen Botschaft in Teheran auf.














