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Gewalt überschattet Präsidentenwahl in Kolumbien

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Kolumbien,

Kolumbien wählt am Sonntag vor dem Hintergrund wachsender Gewalt und politischer Spannungen einen neuen Präsidenten. Rund 41 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, einen Nachfolger des linken Präsidenten Gustavo Petro zu bestimmen, der nach der Verfassung nicht erneut kandidieren darf.

ARCHIV - Anhänger des kolumbianischen Präsidenten Petro versammeln sich vor dem Präsidentenpalast Narino im Rahmen einer Demonstration zur  Unterstützung der von Kolumbiens Präside...
ARCHIV - Anhänger des kolumbianischen Präsidenten Petro versammeln sich vor dem Präsidentenpalast Narino im Rahmen einer Demonstration zur Unterstützung der von Kolumbiens Präside... - Keystone/AP/Fernando Vergara

Der Wahlkampf wurde zuletzt zunehmend von der Sicherheitslage überschattet. Vor der Abstimmung kam es zu mehreren Anschlägen, bei denen Zivilisten, Soldaten und Polizisten getötet oder verletzt wurden. Kolumbien erlebe derzeit «eine der schwersten Gewaltwellen der letzten Jahre», sagte die Leiterin des Kolumbien-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Kristin Wesemann. Die Wahlen werden landesweit der Zeitung «El Tiempo» zufolge von mehr als 400.000 Soldaten und Polizisten überwacht und gesichert.

Insgesamt treten 14 Kandidaten an, nach aktuellen Umfragen gibt es jedoch drei klare Favoriten. Zu ihnen zählen der linke Senator Iván Cepeda aus dem Regierungslager, die konservative Senatorin Paloma Valencia aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Álvaro Uribe sowie der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella. Sollte keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, kommt es am 21. Juni zu einer Stichwahl, wovon Umfragen derzeit ausgehen.

Bereits die Parlamentswahl Anfang März zeigte ein stark polarisiertes Land. Zwar wurde Petros linkes Bündnis «Pacto Histórico» stärkste Kraft im Senat, eine klare Mehrheit erreichte jedoch keine Partei. Der künftige Präsident dürfte deshalb auf schwierige Koalitionsverhandlungen angewiesen sein. Erste vorläufige Ergebnisse werden in der Nacht zu Montag deutscher Zeit erwartet.

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