Terror

    Psychiatrie untersucht Entlassung des Winterthur-Täters

    Der Täter des Angriffs am Bahnhof Winterthur war kürzlich in einer Klinik. Der schweizerisch-türkische Doppelbürger hat sich dann aber selbst entlassen.

    Winterthur
    Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr kritisiert die linken Parteien für den Umgang mit der Tat. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Täter des Terror-Aktes am Donnerstagmorgen war kürzlich in einer Klinik.
    • Der 31-Jährige wurde weder als selbst- noch fremdgefährdet eingestuft.
    • Die Psychiatrie hat nun eine Untersuchung zur Entlassung des Mannes eingeleitet.

    Am Donnerstagmorgen wurden am Bahnhof Winterthur drei Menschen bei einem Messerangriff verletzt. Beim Täter handelt es sich um einen 31-jährigen schweizerisch-türkischen Doppelbürger.

    Der Täter wurde festgenommen. Der Zürcher Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr spricht von einem Terror-Akt. Der Mann hat mehrmals «Allahu Akbar» geschrien.

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    Eine Frau hat den Moment gefilmt, als der Täter in Winterthur davonrannte. - Facebook / Yvonne Kussmann

    Der Mann verbrachte vor Kurzem eine gewisse Zeit in einer psychiatrischen Klinik. Am Donnerstagabend nimmt die entsprechende Psychiatrie in einer Medienmitteilung Stellung.

    «Schockiert und betroffen»

    Die Integrierte Psychiatrie Winterthur (ipw) zeigt sich «schockiert und betroffen». Man wünsche den Opfern eine gute und möglichst vollständige Genesung.

    Die ipw bestätigt: «Der Mann ist am 27. Mai auf eigenen Willen aus der ipw ausgetreten. Seine psychische Verfassung wurde zu diesem Zeitpunkt im Rahmen einer psychiatrischen Untersuchung durch eine fachärztliche Person weder als selbst- noch fremdgefährdet eingestuft.»

    Verunsichert dich der Vorfall am Bahnhof in Winterthur?

    Man unterstütze die laufende Untersuchung der Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft. Die ipw habe zudem eine externe Administrativuntersuchung in die Wege geleitet. Dies, um unter anderem die Abläufe und Zuständigkeiten, die zur Entlassung des Mannes geführt haben, überprüfen zu lassen.

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    Kommentare

    User #6485 (nicht angemeldet)

    Bei einem FU (Fürsorgerische Unterbringung) ist es unmöglich, dass er nach 3 Tagen entlassen wurde. Entweder man akzeptiert den FU und ist einige Wochen drin oder man fechtet den FU sofort an. Dann entscheidet ein Gericht. Aber auch wenn die Anfechtung gutgeheissen wird, geht das sicher fast bis zu einer Woche, dass man wieder draussen ist. Und der Täter hatte gemäss Medien einen FU (früher FFE (Fürsorgerischer Freiheitsentzug).

    User #7531 (nicht angemeldet)

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