Terror

Krähen bringen Bielerin (73) an Rand der Verzweiflung

Redaktion
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Biel/Bienne,

Saatkrähen sind vielen in Schweizer Städten zur Plage geworden. Eine Bielerin wollte das Problem selbst lösen. Dieser Versuch endete jedoch teuer...

krähen
Sind in Städten mittlerweile äusserst präsent: Krähen. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Rentnerin verzweifelt aufgrund des Lärms, der von Krähen ausgeht.
  • Die Stadtgärtnerei hat bereits versucht, zu helfen – ohne Erfolg.
  • Letztes Jahr nahm sich die Frau dem Problem selbst an. Das wurde jedoch teuer.

Wer in der Stadt lebt, kann sich glücklich schätzen, wenn sich in unmittelbarer Nachbarschaft keine Krähen aufhalten. Die Vögel können unüberhörbaren Lärm verursachen, der Anwohnende teils mächtig stört.

Eine Bielerin leidet schon seit Längerem unter dem Gekrächze dieser Tiere. Die 73-Jährige könne keine Fenster mehr öffnen, nicht mehr fernsehen und nicht mehr schlafen, sagt sie zu «Ajour».

Demenz
Bei einer Rentnerin sorgen die lauten Tiere für schlechten Schlaf. (Symbolbild) - keystone

Von Februar bis Herbst hielten sich die Krähen zahlreich in den Bäumen vor ihrer Wohnung auf. Von morgens bis abends gebe es Lärm. Die Rentnerin könne deshalb nicht so früh ins Bett wie gewollt.

Eigene Lösung wird zum Bumerang

Letzten Herbst nahm die Frau das Problem selbst in die Hand. Auf einem deutschen Flohmarkt schaffte sie sich einen Laserpointer an. Den Tipp habe ihr der Wildhüter gegeben.

Sie beteuert gegenüber «Ajour», nie den Vögeln in die Augen geleuchtet zu haben, nur auf Bauch oder Füsse.

Die Idee zeigte Wirkung – doch brachte der Bielerin auch einen saftigen Strafbefehl ein.

Störst du dich an Krähen?

Eine bedingte Geldstrafe (1600 Franken), eine sofort fällige Busse von 400 Franken sowie Administrationsgebühren wurden ihr von der Staatsanwaltschaft aufgebrummt.

Das Problem: Der verwendete Laserpointer ist in der Schweiz illegal. Nachdem versehentlich ein Strahl die Wohnung des Nachbarn erwischte, zeigte dieser sie an.

Stadtgärtnerei versuchte zu helfen: «Eher kontraproduktiv»

Die Stelle ist der Stadt Biel als Hotspot bekannt. Die Stadtgärtnerei versuchte laut «Ajour» schon vor fünf Jahren, der Anwohnerin zu helfen.

Bäume wurden zurückgeschnitten und alte Nester entfernt. Kurzfristig besserte sich dadurch die Lage. Langfristig bewirkte die Massnahme jedoch das Gegenteil. «Das war eher kontraproduktiv», sagt dazu Thomas Lüthi, Leiter der Dienststelle Stadtgärtnerei und Friedhöfe.

Allgemein heisst es vonseiten der Stadtgärtnerei zu dem Thema: «Gegen Krähen nützen eigentlich viele Massnahmen, aber nie lange.»

Kommentare

User #4610 (nicht angemeldet)

Zu meiner Zeit wusste man was zutun ist, ohne Theater!!

User #9833 (nicht angemeldet)

Tiere stören diese Frau ? und den ewigen Stress von TUMTUM Musik dann nicht ?

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