Donald Trump

    Ermittler laden Donald Trump wegen Kapitol-Sturm vor

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    USA,

    Der Untersuchungsausschuss zum Angriff auf das US-Kapitol hat Ex-Präsident Donald Trump vorgeladen. Zudem soll er eingeforderte Dokumente aushändigen.

    Donald Trump
    Ein Auftritt von Donald Trump wird im Untersuchungsausschuss gezeigt. - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Untersuchungsausschuss zum Angriff auf US-Kapitol lädt Trump vor.
    • Er soll bis zum 4. November eingeforderte Unterlagen aushändigen.
    • Ex-US-Präsident soll um den 14. November unter Eid aussagen.

    Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols hat wie angekündigt den früheren Präsidenten Donald Trump vorgeladen.

    In einem am Freitag veröffentlichten Brief fordert das Gremium den Republikaner auf, etwa ab dem 14. November unter Eid auszusagen. Bereits bis zum 4. November soll Trump demnach angeforderte Dokumente vorlegen.

    Der neunköpfige Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte vergangene Woche einstimmig dafür votiert, Trump vorzuladen. Trump müsse für seine Taten «Rechenschaft vor dem amerikanischen Volk ablegen.» Das sagte der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson von der Demokratischen Partei damals. Trump, der mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur 2024 liebäugelt, hat bislang nicht erklärt, ob er zu einer Aussage bereit ist.

    Aussage von Donald Trump unwahrscheinlich

    Eine Aussage gilt aber grundsätzlich als höchst unwahrscheinlich – zumal dem Untersuchungsausschuss die Zeit davonläuft: Die Demokraten von Präsident Joe Biden dürften bei den Kongresswahlen vom 8. November ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an Trumps Republikaner verlieren. Diese dürften den Untersuchungsausschuss mit Beginn des neuen Parlamentsjahres im Januar rasch abwickeln.

    Hunderte radikale Trump-Anhänger hatten am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt, als dort Bidens Sieg bei der Präsidentschaftswahl endgültig bestätigt werden sollte.

    Trump hatte in den Wochen zuvor die Falschbehauptung verbreitet, er habe die Wahl in Wirklichkeit gewonnen. Er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Seine Anhänger rief er unmittelbar vor der Kapitol-Erstürmung in einer Rede auf, «auf Teufel komm raus» zu kämpfen.

    Die Kapitol-Erstürmung mit fünf Toten und rund 140 verletzten Polizisten sorgte weltweit für Entsetzen. Er gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie.

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