WM 2026 – Iran: Brillen-Fail, Wut-Rede – und jetzt Nati-Gegner?
Der Iran könnte der Schweizer Gegner im Sechzehntelfinal der WM 2026 werden. Ein Brillen-Jubel und eine Wut-Rede sorgen für Diskussionen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran wird zu 92 Prozent der nächste Gegner der Schweiz an der WM.
- Im letzten Gruppenspiel erleben die Iraner nach Brillen-Jubel ein VAR-Drama.
- Trainer Amir Ghalenoei sorgt mit einer Wut-Rede gegen die USA für Aufsehen.
Mit 92 Prozent Wahrscheinlichkeit soll es klar sein: Gemäss Berechnungen von «The Athletic» dürfte die Schweiz im Sechzehntelfinal der WM 2026 auf den Iran treffen.
Die Iraner erlebten im letzten Gruppenspiel ein VAR-Drama.
Shoja Khalilzadeh erzielt in der Nachspielzeit den vielumjubelten (vermeintlichen) 2:1-Siegtreffer. Nach einem Abpraller ist der 37-jährige Verteidiger vom iranischen Erstligisten «Tractor» zur Stelle.

Khalilzadeh setzt zum Sprint in Richtung Bank an, lässt sich feiern. Seine Jubel-Orgie findet kaum ein Ende. Zum Schluss setzt er sich auch noch eine «Thug Life»-Brille auf. Schöne Bilder für Social Media – auf dem Platz verstummt die Ekstase aber kurz darauf.
Der VAR kassiert den Treffer nämlich aufgrund einer Offside-Position wieder ein. Drama pur...
Wut-Rede von Iran-Trainer gegen die USA
Wild geht es dann auch an der Pressekonferenz weiter. Eigentlich gibt der Pressesprecher des iranischen Verbandes den Journalisten die Anweisung, heute nur Fragen zum Spiel zu stellen.

Da hat er die Rechnung aber ohne Iran-Coach Amir Ghalenoei (62) gemacht. Der Übungsleiter holt gleich in seiner ersten Antwort zur Wut-Rede aus. Der Ärger auf Gastgeber USA ist noch immer riesig.
«Sie haben uns schrecklich behandelt. Wir hätten schon viel früher einreisen müssen, aber das haben sie verhindert. Nach dem Spiel müssen wir schnell wieder zurück in unser Hotel in Tijuana, das sind drei Stunden Flug. Die Zeit verlieren wir für die Regeneration – wir sind das unterdrückteste Team der ganzen WM 2026.»
Ghalenoei über die USA: «Ich flehe die Fifa an...»
Wegen des Iran-Krieges quartierte sich der Iran in Mexiko ein. Und durfte erst einen Tag vor den Spielen in die USA einreisen. Das Land musste man anschliessend nach Abpfiff zeitnah verlassen.

Zum gestrigen Spiel in Seattle durfte die Einreise es nun immerhin zwei Tage vor Anpfiff erfolgen.
Trotzdem sagt Ghalenoei: «Ich flehe die Fifa an, dafür zu sorgen, dass kein Gastgeber in Zukunft mehr so eine Mannschaft behandelt.»
So kommt es zum Schweiz-Iran-Duell an der WM 2026
Iran trotzt den schwierigen Umständen an der WM 2026. Mit dem 1:1 gegen Ägypten verpasst der Iran zwar die sichere Sechzehntelfinal-Qualifikation. Dennoch darf man hoffen: Die Chancen aufs Weiterkommen stehen gut.

Den Sechzehntelfinal verpasst man nur in diesem Szenario: Kroatien punktet gegen Ghana, die DR Kongo besiegt Usbekistan und Algerien spielt gegen Österreich Remis.
Tritt dies nicht ein, so kommt es im Sechzehntelfinal zum Duell mit der Schweizer Nati.
Es wäre eine Premiere. Noch nie haben die beiden Länder gegeneinander gespielt. In der Nacht auf Sonntag steht der Schweizer Gegner dann endgültig fest.
















