Nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl im September leiten die deutschen Christdemokraten jetzt den Neuanfang ein. An diesem Samstag werden ihre 326 Kreisvorsitzenden in Berlin zusammenkommen.
Die CDU muss sich neu aufstellen. Foto: Michael Kappeler/dpa
Die CDU muss sich neu aufstellen. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Zentrale Themen der Konferenz - neben der Aufarbeitung des miserablen Wahlergebnisses der Union - werden sein: Soll der oder die neue Vorsitzende durch einen Mitgliederentscheid bestimmt werden? Und soll künftig eine Doppelspitze aus Mann und Frau die Partei führen? An der Basis gibt es starke Bestrebungen für ein Mitgliedervotum.

Allerdings ist nach dem CDU-Parteistatut die Vorsitzendenwahl einem Parteitag vorbehalten. Eine Mitgliederbefragung könnte also nur einem Parteitag vorgeschaltet sein, der dann entscheidet. Für eine Doppelspitze müsste das Statut erst geändert werden.

Die von Parteichef Armin Laschet geleitete Kreisvorsitzendenkonferenz kann keine Beschlüsse fassen, sondern nur ein Meinungsbild der Basis einholen. Auch die 27 Bezirksvorsitzenden sind dazu eingeladen. Entscheidungen werden erst in den Sondersitzungen von Bundesvorstand und Präsidium am kommenden Dienstag fallen.

Die CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands) hat knapp 400 000 Mitglieder. Als eine Besonderheit in Deutschland ist sie nur in 15 der 16 Bundesländer präsent. In Bayern vertritt die Schwesterpartei CSU (Christlich-Soziale Union) das christlich-demokratische Lager.

In den 72 Jahren der Bundesrepublik Deutschland stellte die CDU 52 Jahre lang der Kanzler oder die Kanzlerin. Bei der Bundestagswahl am 26. September kam die CDU/CSU deutschlandweit nur noch auf 24,1 Prozent, ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis auf nationaler Ebene.

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