EU

Rutte warnt EU vor strengen Auflagen für Ukraine-Darlehen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Nato-Generalsekretär Mark Rutte appelliert an das Europaparlament, in den Verhandlungen über das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine keine allzu strengen Auflagen für die Verwendung der Mittel zu verlangen. Er rate nachdrücklich dazu, der Ukraine einen flexiblen Umgang mit dem Geld zu ermöglichen, sagte Rutte bei einem Austausch mit Mitgliedern der Ausschüsse für Aussen- und Verteidigungspolitik in Brüssel. Dies werde nicht möglich sein, wenn man auf eine restriktive Buy-European-Klausel poche. Eine solche würde den Kauf von Rüstungsgütern in Europa verlangen und Geschäfte mit Rüstungsunternehmen etwa aus den USA erschweren.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte (M) sitzt beim Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
NATO-Generalsekretär Mark Rutte (M) sitzt beim Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa - Keystone/AP/Virginia Mayo

Dass Europa derzeit seine Verteidigungsindustrie stärke, sei entscheidend, erklärte Rutte. Derzeit könne diese aber bei weitem nicht genug von dem liefern, was die Ukraine brauche, um sich heute verteidigen und morgen abschrecken zu können. «Wenn Sie dieses Darlehen nun voranbringen, möchte ich Sie daher dringend ermutigen, die Bedürfnisse der Ukraine an erste Stelle zu stellen», sagte er zu den Abgeordneten.

Besonders wichtig ist die Flexibilität nach Angaben von Rutte im Bereich der Luftverteidigung. Ohne bestimmte US-Systeme könne sich die Ukraine nicht im Kampf halten, erklärte er und nannte unter anderem das Raketenabfangsystem Patriot als Beispiel.

Die neuen EU-Darlehenspläne für die Ukraine sehen vor, dem Land bis Ende 2027 weitere 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. 60 Milliarden Euro davon sind für die militärische Unterstützung vorgesehen.

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, dass mit dem Geld für die Streitkräfte militärische Ausrüstung vor allem in der Ukraine und in den EU-Staaten gekauft werden soll. Die Beschaffung in nicht-europäischen Ländern wäre aber erlaubt, wenn es benötigte Produkte dort nicht gibt. Theoretisch könnte diese Regelung in Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten und dem Parlament aber noch einmal verschärft werden. Vor allem Frankreich setzt sich dafür ein.

Brisant ist das Thema auch, weil Deutschland und andere Nato-Staaten eigentlich auch in diesem Jahr für mindestens eine Milliarde US-Dollar (0,84 Mrd. Euro) pro Monat amerikanische Waffen und Munition für die Ukraine kaufen sollen. Dazu hatten sich die Länder im vergangenen Sommer bereiterklärt, um Forderungen von US-Präsident Donald Trump nachzukommen.

Kommentare

User #4451 (nicht angemeldet)

🤔Rutte warnt auch, das er Angst hat, das er vom Kuchen nichts abkriegen würde..

User #4451 (nicht angemeldet)

🤔Europa ist immer noch so blöd und schmeisst wieder Milliarden aus dem Fenster raus.. Dieses Geld, wird man nie mehr sehen! Aber so lange es kein Geld aus diesen Entscheidungsträgertaschen ist.. Ist für SIE ja alles ok.. Materielle Hilfe für die wirklich bedürftige Bevölkerung wäre ja ok.. Mehr aber nicht! DAS wäre richtige Hilfe und nicht das was bis jetzt getan wurde!

Weiterlesen

x
22 Interaktionen
Gestiegene Nachfrage
140 Interaktionen
Oster-Weekend

MEHR IN POLITIK

2 Interaktionen
Beirut/Tel Aviv
15 Interaktionen
Budapest
macron hormus iran
12 Interaktionen
Diplomatie
1 Interaktionen
Naypyidaw

MEHR EU

EU Schweiz
80 Interaktionen
Bern
EU-Parlament
2 Interaktionen
Brüssel
EU-Parlament
17 Interaktionen
Brüssel
Schattenflotte Russland
15 Interaktionen
Schattenflotte

MEHR AUS BELGIEN

Kaja Kallas
29 Interaktionen
Brüssel
prinzessin elisabeth
Brüssel
costa
8 Interaktionen
Von Iran
EU
11 Interaktionen
Brüssel