Coop

    Luzernerin kassiert zwei Jahre Hausverbot bei Coop!

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Luzern,

    Eine Luzernerin vergass beim 175-Franken-Einkauf, ein Gipfeli einzutippen. Deswegen musste sie 150 Franken bezahlen und erhielt zwei Jahre Hausverbot bei Coop.

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    Dieses Video löste das Gipfeli-Gate aus: Julia Steiner erzählt, wie sie ein zweijähriges Hausverbot bei Coop kassiert hat. - Instagram@juuliasteiner

    Das Wichtigste in Kürze

    • Comedienne Julia Steiner erhielt ein zweijähriges Hausverbot bei Coop.
    • Denn bei einem 175-Franken-Einkauf vergass sie, ein Gipfeli einzuscannen.
    • Coop teilt mit, dass jeder Diebstahls-Fall individuell beurteilt werde.

    Self-Checkout beim Einkaufen erfreut sich grosser Beliebtheit.

    Doch ein kleiner Fehler kann sehr schnell sehr teuer werden. Dies musste auch die Luzerner Comedienne Julia Steiner erfahren. Auf Instagram schildert sie, wie sie zwei Jahre Hausverbot bei Coop bekommen hat.

    Sie habe in dem Laden für 175 Franken eingekauft, alles eingescannt, eingepackt und bezahlt. Als sie dann zum Ausgang ging, sei sie von einer Sicherheitsangestellten angehalten und gefragt worden: «Wollen Sie etwas sagen?»

    Etwas verwirrt habe sie geantwortet: «Ade?» Sie dachte, es sei ein Scherz, weil sie sich nicht verabschiedet habe.

    Doch das sei nicht der Fall gewesen. Sie habe in ein Hinterzimmer mitgehen müssen. Denn sie habe vergessen, ein Gipfeli einzutippen und zu bezahlen.

    «Das ist leider das Verfahren», habe die Sicherheitsangestellte gesagt. Steiner musste 150 Franken bezahlen und kassierte zwei Jahre Hausverbot.

    «Glauben die wirklich, dass ich 175 Franken bezahle, um dann ein Gipfeli zu klauen?», fragt die Comedienne.

    «Coop, für mich und nicht mehr für dich»

    Auch in der Kommentarspalte können viele User das Vorgehen von Coop nicht verstehen. Die Rede ist von einer «übertriebenen Reaktion» des Detailhandels-Riesen.

    Andere Nutzer sehen in diesem Fall eine Bestätigung dafür, den Self-Checkout aus Selbstschutz nicht zu vermeiden. Und eine Person schlägt vor, dass Coop jedem, der für über 100 Franken einkauft, ein Gratis-Gipfeli gibt.

    Andere Fans der Comedienne sehen etwas Positives in dem Hausverbot: Jetzt müsse sie halt in der Migros einkaufen gehen.

    Und ein User ändert den Slogan leicht ab: «Coop, für mich und nicht mehr für dich.»

    Hast du schon einmal vergessen, etwas einzuscannen?

    Doch ganz auf Coop verzichten muss Julia Steiner nicht, wie sie dem «Blick» sagt: Das Hausverbot gelte nur für die eine spezifische Filiale. «Ich gehe noch immer gern bei Coop einkaufen.»

    Coop: Jeder Fall wird individuell beurteilt

    Ihr Video bereut sie mittlerweile leicht: Sie hätte nicht gedacht, dass es so viele Reaktionen geben werde.

    Ein «Coop-Bashing» habe sich niemals initiieren wollen. «Es ist einfach absurd und ein bisschen blöd.»

    Coop selber teilte gegenüber Nau.ch mit, dass man aus Datenschutzgründen keine Informationen zu einzelnen Kundenfällen gebe. Diebstähle würden jeweils nach internen Reglementen und Weisungen überprüft und behandelt. «Wir beurteilen grundsätzlich jeden Fall individuell.»

    Julia Steiner ist nicht die erste, die für ein Gipfeli sehr viel bezahlen muss: Im Frühsommer 2025 vergass eine Kundin im Aldi, das Gebäck einzuscannen. Am Schluss musste sie für Umtriebsentschädigung, Busse und Strafbefehlsgebühr insgesamt 600 Franken zahlen.

    Kommentare

    User #6724 (nicht angemeldet)

    Sollte lebsenslänglich Hausverbot erhalten!

    User #6339 (nicht angemeldet)

    Es ist gang einfach wenn man für 170.- soll mann an die Betienungskasse gehn. Die Selbsbedienungskasse sollte dienen für kleine Einkäufen. Das die Kunden zum Beispiel in der Znüni, Mittagszeit nicht anstehen müssen. Ich würde auch Behaupten wenn manso ein grosses Sortiment an Backwaren hat, nicht alles richtig getippt wird

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