Bericht: Papst setzte sich für Aussetzung von Pike-Hinrichtung ein
Papst Leo XIV. hat sich einem italienischen Medienbericht zufolge für die Aussetzung der Hinrichtung der zum Tode verurteilten Christa Pike aus den USA eingesetzt. Der Vatikan habe darum bereits vor dem gescheiterten Hinrichtungsversuch gebeten.

Das berichtete die Zeitung «La Repubblica». Eine Antwort habe der Heilige Stuhl allerdings nicht erhalten, hiess es weiter. Eine Bestätigung des Berichts aus dem Vatikan gab es zunächst nicht.
Die 50 Jahre alte Pike sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter. Sie wurde anschliessend in eine medizinische Einrichtung ausserhalb des Gefängnisses gebracht. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar.
Leo forderte schon weltweite Abschaffung der Todesstrafe
Der Vatikan lehnt die Todesstrafe ab. Leo – der erste Papst aus den USA – forderte schon in der Vergangenheit die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois erklärte das katholische Kirchenoberhaupt im April, die Würde des Menschen gehe auch nach dem Begehen sehr schwerer Verbrechen nicht verloren. Menschliches Leben müsse geschützt werden.
Bischöfe aus dem US-Bundesstaat Tennessee, in dem Pike hingerichtet werden sollte, hatten sich ebenfalls im Vorfeld für die Aussetzung der Hinrichtung eingesetzt. Die Bischöfe von Nashville, Memphis und Knoxville hätten den Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, dazu aufgefordert, hiess es in einer Erklärung. Sie erklärten, «weiter in allen Belangen für das Leben einzutreten und die Menschenwürde zu verteidigen, die jeder Mensch als Kind Gottes besitzt».














