Papst Leo XIV. wirbt für gemeinsame christliche Wurzeln
Papst Leo XIV. sieht im katholisch-lutherischen Dialog wichtige Fortschritte und verbindet diese mit einem Appell für mehr Umweltverantwortung.

Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit Lutheranern die ökumenische Zusammenarbeit der vergangenen Jahrzehnte gewürdigt. Laut «domradio» verwies er dabei auf die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999.
Besondere Bedeutung misst der Papst dem Jahr 2030 und dem 500. Jubiläum der Augsburger Konfession bei. Er regte an, deren gemeinsames ökumenisches Potenzial wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Seit 1967 führen der Lutherische Weltbund und die katholische Kirche einen regelmässigen theologischen Dialog. Die derzeitige sechste Gesprächsphase läuft seit Anfang 2026 und beschäftigt sich mit weiteren Fragen der kirchlichen Gemeinschaft.
Papst blickt auf das Jahr 2030
«InfoVaticana» ordnet Leos Vorstoss historisch ein und verweist auf die ursprüngliche Bedeutung der Confessio Augustana. Das Dokument von 1530 sei zunächst auch mit dem Gedanken einer Verständigung innerhalb der Kirche verbunden gewesen.
Gleichzeitig erinnert die Quelle an die späteren konfessionellen Konflikte zwischen Lutheranern und Katholiken. Dazu gehörten unterschiedliche Positionen etwa zur Messe, zum kirchlichen Amt und zum Zölibat.
Leo XIV. knüpft damit an frühere ökumenische Initiativen an und verbindet sie mit einer Rückbesinnung auf die frühe Kirche. Für 2030 erhofft er sich neue Impulse auf dem Weg zu einer sichtbaren Einheit.
Papst fordert verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen
Bei einer weiteren Audienz sprach Leo XIV. über den Schutz der Schöpfung und einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen. «Vatican News» berichtet, dass er die sogenannte Wegwerfkultur kritisierte und eine verantwortungsvollere Nutzung natürlicher Güter forderte.

Dabei verwies der Papst auf Recycling und Kreislaufproduktion als mögliche Wege zu mehr Nachhaltigkeit. Die Hera-Gruppe übernimmt seit 2025 Umweltdienstleistungen im Vatikan, darunter Abfallsammlung, Transport und Verwertung.
Seit April 2026 kommt auf dem Petersplatz zudem ein vollelektrisches Fahrzeug für die Müllsammlung zum Einsatz. Leo XIV. betonte, die Kirche müsse mit gutem Beispiel vorangehen und ihre eigenen Umweltziele praktisch umsetzen.
















