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    Papst fordert Gespräche über Kriegsende in Ukraine

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Papst Leo XIV. will Missbrauch in der Kirche nicht als systemisch bezeichnen. Nach dem Treffen mit Betroffenen in Lourdes nennt er ihn ein menschliches Problem.

    Papst Leo XIV. hält in der Kathedrale Saint-Étienne eine Messe. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa
    Papst Leo XIV. hält in der Kathedrale Saint-Étienne eine Messe. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa - Keystone/AP/Aurelien Morissard

    Das Wichtigste in Kürze

    • Papst Leo XIV. will Missbrauch in der Kirche nicht als systemisch bezeichnen.
    • Bei KI forderte er einen breiten Dialog mit Tech-Konzernen und Politik.
    • Im Ukraine-Krieg verlangte er ein Treffen der Staats- und Regierungschefs.

    Auf dem Rückflug von seiner Frankreich-Reise hat sich Papst Leo XIV. (71) am Montagabend den Fragen der mitreisenden Journalisten gestellt. Der Anlass lag einen Tag zurück: Am Sonntagabend hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Wallfahrtsort Lourdes sieben Betroffene von Missbrauch durch Geistliche persönlich getroffen. Auf die Frage nach diesem Treffen äusserte sich der Papst grundsätzlich zum Thema, wie Kathpress berichtet.

    «Ein menschliches Problem»

    Leo XIV. will den Begriff des systemischen Missbrauchs vermeiden. Es gebe zwar einige Organisationen in der Kirche, die «zuweilen – wenn man so will» als System missbräuchlich gehandelt hätten. «Aber ich halte es für wichtig, hier zu unterscheiden: Sexueller Missbrauch ist in erster Linie ein menschliches Problem», sagte er in der Maschine zwischen Metz und Rom.

    Geschehe so etwas innerhalb der Kirche, komme aber eine weitere Dimension hinzu. «Wenn so etwas passiert – gerade innerhalb der Kirche, kommt tatsächlich noch eine ganz andere Dimension hinzu, weil das Glaubensleben der Menschen tief verwundet und manchmal sogar zerstört wird.» Daher trage die Kirche eine besondere Verantwortung. Sie müsse Betroffene begleiten und ihnen helfen, Heilung zu finden.

    Bitte an die Betroffenen

    In Lourdes bat der Papst seine sieben Gesprächspartner nach eigenen Worten um Unterstützung. Sie sollten «mir dabei zu helfen, anderen Opfern die Bereitschaft von mir persönlich und der Kirche zu vermitteln, ihnen zuzuhören und sie auf ihrem Weg der Heilung zu begleiten, wobei wir den Schmerz anerkennen, der in ihrem Leben durch Missbrauchsfälle verursacht wurde».

    Dabei sei auch zur Sprache gekommen, dass die Kirche in gewisser Weise als verantwortlich angesehen werde. «Aber gleichzeitig, so glaube ich, ist ein wichtiger Teil, ihnen zu helfen, Heilung zu finden.»

    Auch zu KI und Ukraine geäussert

    Auf dem Rückflug ging es noch um weitere Themen. Zur Künstlichen Intelligenz sagte der Papst, die Sorgen vieler KI-Experten müssten ernst genommen werden. «Das ist ein Problem, zu dem wir uns zusammensetzen und reden müssen.» Panik habe er aber nicht: «Ich schlafe nachts ruhig.» Leo hatte im Frühjahr eine Enzyklika zu Chancen und Risiken von KI veröffentlicht.

    Zum Krieg in der Ukraine forderte er neue Anstrengungen für Gespräche. «Wir müssen die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu sprechen.» Der russische Angriffskrieg dauert seit mehr als viereinhalb Jahren an. Auch Vermittlungsbemühungen des Vatikans brachten bisher keine Fortschritte. Zudem warnte Leo vor einem neuen Wettrüsten.

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    Kommentare

    User #3864 (nicht angemeldet)

    Nur reden bringt nichts

    User #6332 (nicht angemeldet)

    ...so langsam kommen die "Kirchen-Abgänge" auch beim Papst an, darüber "reden" reicht nicht...!!

    Weiterlesen

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