AHV

    Auslandsschweizer in Russland und Belarus kriegen AHV nicht mehr

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    Russland,

    Wegen der Russland-Sanktionen kommen AHV-Renten bei einigen Auslandschweizern nicht mehr an. Betroffen sind Dutzende Personen in Russland und Belarus.

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    Rund 60 Auslandsschweizer müssen derzeit ohne Batzen von der AHV auskommen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • AHV-Renten für Auslandsschweizer in Russland und Belarus sind teilweise blockiert.
    • EU-Sanktionen erschweren die Zahlungen. Betroffen sind rund 60 Personen.
    • Postfinance kämpft mit Einschränkungen bei Überweisungen in die Länder.

    Einige Auslandschweizer in Russland und Belarus erhalten ihre AHV-Rente seit Anfang Jahr nicht mehr – obwohl sie Anspruch darauf hätten. Grund dafür sind die EU-Sanktionen gegen die beiden Länder, die auch die Schweiz übernommen hat.

    Wie die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) gegenüber «Swissinfo» bestätigt, sind rund 60 Personen betroffen. Grund: Sie verfügen ausschliesslich über ein Bankkonto in Russland oder Belarus.

    Die Auszahlung der Renten sei zwar nach Schweizer Recht erlaubt, werde jedoch durch Banken und andere Finanzintermediäre erschwert oder verunmöglicht.

    Die SAK spricht von einer «teils extensiven Auslegung ausländischer Sanktionsmassnahmen durch Finanzintermediäre». Dadurch seien Zahlungen «teilweise nicht mehr möglich» oder würden deutlich höhere Kosten verursachen.

    Schweizer Rentner: «Stehen mit abgesägten Hosen da»

    Die SAK erklärt derweil, sie stehe weiterhin mit Banken und Betroffenen in Kontakt.

    Für Betroffene hat die Situation teils drastische Folgen. Der in Belarus lebende Rentner Hans Rudolf Knecht sagte gegenüber dem Online-Magazin «Infosperber»: «Seit dem 1. Februar 2026 stehen wir mit abgesägten Hosen da.»

    Bereits 2023 hatte ihm die Postfinance das Konto gekündigt. Laut Knecht begründete die Bank den Schritt damit, sein Profil passe nicht mehr zur Unternehmenspolitik.

    Beziehst du AHV?

    Der 76-Jährige eröffnete später in der Schweiz ein neues Konto. Allerdings seien Überweisungen nach Belarus weiterhin nicht möglich. Um auf sein Geld zugreifen zu können, müsse er deshalb jeweils in die Schweiz reisen.

    Postfinance sieht «Handlungsoptionen ausgeschöpft»

    Die Postfinance erklärt auf Anfrage von «Swissinfo», AHV-Zahlungen nach Russland und Belarus seien grundsätzlich nicht verboten. Sofern keine sanktionierten Empfänger betroffen seien.

    Für Transaktionen sei man jedoch auf Korrespondenzbanken angewiesen. Diese würden derzeit entweder gar keine Zahlungen mehr zulassen oder dafür hohe Gebühren verlangen.

    Man habe «alle Handlungsoptionen ausgeschöpft», teilt die Bank mit. Sobald Überweisungen wieder rechtlich und wirtschaftlich möglich seien, werde man diese erneut ausführen.

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    Kommentare

    User #2959 (nicht angemeldet)

    In der Schweiz muss auch der Bürger sich um die AHV bemühen es kommt nicht automatisch und wird stets Kontrolliert ob die Person noch lebt !

    User #6176 (nicht angemeldet)

    Was kostet ein Zugbillet von Belarus nach Bern ?

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