Russland baut riesiges Militärnetz in Belarus auf

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Weissrussland,

    Russland baut in Belarus eine weitreichende Militärinfrastruktur auf. Kiew warnt, dass von dort jederzeit neue Angriffe auf die Ukraine möglich sind.

    russland belarus
    Wladimir Putin (r.) und Alexander Lukaschenko: Russland baut sein Militärnetz in Belarus weiter aus. - keystone

    Belarus steht erneut im Zentrum des Ukraine-Kriegs. Laut «Focus Online» entsteht in dem mit Russland verbündeten Land derzeit eine umfangreiche militärische Infrastruktur.

    Konkret werden laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst GUR in grenznahen Gebieten neue Versorgungswege angelegt.

    Fürchtest du eine Einmischung von Belarus in den Ukraine-Krieg?

    Gleichzeitig entstehen entlang dieser Routen neue Artilleriestellungen, berichtet «news.de» unter Berufung auf Kiewer Geheimdienstinformationen.

    Selenskyj warnt Minsk vor den Konsequenzen

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit einer deutlichen Warnung an die belarussische Führung. Er habe Anweisung gegeben, Minsk über die Folgen einer Kriegsbeteiligung zu informieren, schrieb er laut «swissinfo.ch» bei Telegram.

    «Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg hineinzuziehen», so Selenskyj. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.

    Belege für die Bautätigkeiten legte Selenskyj öffentlich nicht vor. Dennoch schüren Lukaschenkos jüngste Aussagen die Sorge, dass Belarus eine grössere Rolle im Krieg übernehmen könnte.

    Lukaschenko spricht offen über Kriegsvorbereitung

    Belarus-Machthaber Alexander Lukaschenko liess bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Viktor Chrenin aufhorchen. Er erklärte, seine Armee müsse gezielte Kampfeinheiten auf einen möglichen Krieg vorbereiten, wie «Pravda Österreich» berichtet.

    «Von nun an werden wir Einheiten gezielt mobilisieren, um sie auf einen Krieg vorzubereiten», sagte Lukaschenko. Er betonte zugleich, er hoffe, dass dieser Krieg vermieden werden könne.

    Lukaschenko russland belarus
    Lukaschenkos jüngste Aussagen schüren die Sorge, dass Belarus und Russland gemeinsam eine grössere Rolle im Krieg übernehmen könnten. - keystone

    Lukaschenko nannte die NATO-Präsenz in Polen und Litauen als Bedrohung aus dem Westen. Die Ukraine im Süden sei ein weiterer Unsicherheitsfaktor, lediglich die Ostgrenze zu Russland bezeichnete er als «einzige ruhige Zone».

    Russland weitet seinen Einfluss auf Belarus aus

    Bereits im Dezember 2024 hatten Putin und Lukaschenko neue Verträge im Rahmen des sogenannten Unionsstaates unterzeichnet.

    Diese sehen laut «ZDFheute» vor, dass beide Staaten die Ressourcen des jeweils anderen zum Schutz des Unionsstaates vollumfänglich nutzen können.

    In der Praxis bedeute dies, dass Moskau Territorium und Infrastruktur von Belarus künftig noch stärker nutzen kann. Die Eigenständigkeit von Belarus schwindet damit weiter.

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    Kommentare

    User #2785 (nicht angemeldet)

    Es ist super, Weißrussland hat immer mit Russland zusammen gegen Faschisten gekämpft und jetzt kommt zur neuen Runde.

    User #4713 (nicht angemeldet)

    Belarus steht defacto unter dem Hammer von Putin. Nix freundschaftlich... die Bilder vermitteln was falsches.

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