Russland baut riesiges Militärnetz in Belarus auf
Russland baut in Belarus eine weitreichende Militärinfrastruktur auf. Kiew warnt, dass von dort jederzeit neue Angriffe auf die Ukraine möglich sind.

Belarus steht erneut im Zentrum des Ukraine-Kriegs. Laut «Focus Online» entsteht in dem mit Russland verbündeten Land derzeit eine umfangreiche militärische Infrastruktur.
Konkret werden laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst GUR in grenznahen Gebieten neue Versorgungswege angelegt.
Gleichzeitig entstehen entlang dieser Routen neue Artilleriestellungen, berichtet «news.de» unter Berufung auf Kiewer Geheimdienstinformationen.
Selenskyj warnt Minsk vor den Konsequenzen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit einer deutlichen Warnung an die belarussische Führung. Er habe Anweisung gegeben, Minsk über die Folgen einer Kriegsbeteiligung zu informieren, schrieb er laut «swissinfo.ch» bei Telegram.
«Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg hineinzuziehen», so Selenskyj. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
Belege für die Bautätigkeiten legte Selenskyj öffentlich nicht vor. Dennoch schüren Lukaschenkos jüngste Aussagen die Sorge, dass Belarus eine grössere Rolle im Krieg übernehmen könnte.
Lukaschenko spricht offen über Kriegsvorbereitung
Belarus-Machthaber Alexander Lukaschenko liess bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Viktor Chrenin aufhorchen. Er erklärte, seine Armee müsse gezielte Kampfeinheiten auf einen möglichen Krieg vorbereiten, wie «Pravda Österreich» berichtet.
«Von nun an werden wir Einheiten gezielt mobilisieren, um sie auf einen Krieg vorzubereiten», sagte Lukaschenko. Er betonte zugleich, er hoffe, dass dieser Krieg vermieden werden könne.

Lukaschenko nannte die NATO-Präsenz in Polen und Litauen als Bedrohung aus dem Westen. Die Ukraine im Süden sei ein weiterer Unsicherheitsfaktor, lediglich die Ostgrenze zu Russland bezeichnete er als «einzige ruhige Zone».
Russland weitet seinen Einfluss auf Belarus aus
Bereits im Dezember 2024 hatten Putin und Lukaschenko neue Verträge im Rahmen des sogenannten Unionsstaates unterzeichnet.
Diese sehen laut «ZDFheute» vor, dass beide Staaten die Ressourcen des jeweils anderen zum Schutz des Unionsstaates vollumfänglich nutzen können.
In der Praxis bedeute dies, dass Moskau Territorium und Infrastruktur von Belarus künftig noch stärker nutzen kann. Die Eigenständigkeit von Belarus schwindet damit weiter.
















