Selenskyj: Russland umgeht weiterhin Sanktionen

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Ukraine,

Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj schmerzhaftere Sanktionen für Russland gefordert. In ein Gebäude in Kiew sei ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf vorläufige Angaben. Das bedeute, dass Russland die dafür nötigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe.

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Laut Wolodymyr Selenskyj umgeht Russland die Sanktionen. - keystone

In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens 16 Menschen an, wie der Zivilschutz mitteilte. Darunter seien zwei Minderjährige. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach zuvor ausserdem von mehr als 50 Verletzten.

Selenskyj dankte Deutschland für Unterstützung seines Landes. Er hatte zuvor Kanzleramtschef Thorsten Frei und den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Martin Jäger, getroffen. Details zu Ergebnissen nannte Selenskyj nicht. Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf X: «Die schwersten russischen Angriffe auf die Ukraine seit Langem zeigen: Moskau setzt auf Eskalation statt Verhandlung. Wir stehen weiter an der Seite der Ukraine.»

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg. Nach einer dreitägigen von den USA vermittelten Waffenruhe überzog Russland die Ukraine mit einem der bisher schwersten Angriffe.

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