Putin schickt neue Gouverneure in Grenzregionen zur Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Gouverneure der besonders vom Krieg betroffenen Grenzregionen Belgorod und Brjansk ausgetauscht. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow habe den Posten in Belgorod «auf eigenen Wunsch» abgegeben, hiess es in Putins Erlass, den der Kreml in Moskau veröffentlichte.

Zum kommissarischen Nachfolger wurde General Alexander Schuwajew ernannt. Im Gebiet Brjansk folgt Jegor Kowaltschuk auf Alexander Bogomas.
Belgorod ist das erste Gebiet in Russland, auf das der Moskauer Angriffskrieg mit Zerstörungen ähnlich wie in der Ukraine zurückschlägt. Es dient der russischen Armee als Aufmarschgebiet für Angriffe auf die ukrainische Grossstadt Charkiw und als logistischer Knotenpunkt. Deshalb beschiessen die ukrainischen Streitkräfte immer wieder Ziele der Armee oder der Infrastruktur in Belgorod. Auch kleinere Orte dichter an der Grenze liegen unter Feuer.
Gladkow galt eigentlich als Gouverneur, der sich in dieser Krisensituation bewährt hat. Russische Medien schlossen nicht aus, dass der 57-Jährige auf einen Posten in der Regierung wechseln könnte. Im Grenzgebiet Kursk hatte Putin schon 2024 nach dem überraschenden Vorstoss der ukrainischen Armee den Gouverneur wegen Versagens ausgetauscht.










