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Parlament fordert «unverzügliches Handeln» gegen Drohnenangriffe

Keystone-SDA
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Bern,

Das Schweizer Parlament drängt auf eine schnelle Verbesserung der Drohnen- und Luftabwehr. Auch der Bundesrat ist dafür.

Drohnen
Die Aufklärungsdrohne Hermes 900 HFE der Schweizer Armee fliegt am Freitag, 8. Juli 2022 über Luzern. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schweizer Parlament fordert eine schnelle Verbesserung der Drohnenabwehr.
  • Der Bundesrat stimmt dem zu und wird demnächst Entscheide fällen.
  • Die Sicherheitslage in Europa verschlechtert sich durch wiederholte Drohnenangriffe.

Die Schweizer Armee soll schnell eine wirksame Drohnen- und Luftabwehr sicherstellen. Das fordert das Parlament. Der Bundesrat ist damit einverstanden. Es wird erwartet, dass die Landesregierung schon bald konkrete Entscheide dazu fällen wird.

Investiert die Schweiz genug in ihre Landesverteidigung?

Nach mehreren Verletzungen des Luftraums im Ausland priorisiere er die bodengestützte Luftverteidigung. Das hielt der Bundesrat in der Antwort zum Vorstoss fest.

Bundesrat Pfister will rasch handeln

Er wolle dafür aber nicht mehr Geld ausgeben, sondern vorderhand auf andere Projekte verzichten. Verteidigungsminister Martin Pfister stellte die baldige Überarbeitung der Sicherheitspolitischen Strategie in Aussicht.

Martin Pfister
Bundesrat Martin Pfister. - keystone

Die Räte wollen auf Antrag ihrer Sicherheitspolitischen Kommissionen (SIK) ein beschleunigtes Beschaffungsverfahren. Sie merken dazu an, dass die Schweiz Drohnenangriffe derzeit nicht abwehren könne. Damit gemeint sind Angriffe, wie es sie in den vergangenen Wochen in mehreren europäischen Ländern gegeben hat.

Die ausserordentliche Lage gebiete «unverzügliches Handeln». Es müssten die nötigen Systeme und die Munition in der ausreichenden Menge beschafft werden, um den Schweizer Luftraum zu schützen.

Der Nationalrat überwies am Mittwoch eine entsprechende Motion stillschweigend an den Bundesrat. Vergangene Woche hatte die kleine Kammer eine gleichlautende Motion angenommen.

Drohnen mutmasslich von Russland gesteuert

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten Drohnen wiederholt den Luftraum mehrerer europäischer Länder verletzt. Mutmasslich von Russland gesteuert. Laut dem Bundesrat hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa deutlich verschlechtert.

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) stellte kürzlich einen Bericht über eine Strategie dazu in Aussicht.

Vor Kurzem hielt der Bundesrat eine Sondersitzung zum Thema Sicherheitspolitik ab. Es wird erwartet, dass in den nächsten Tagen Entscheide dazu gefällt und kommuniziert werden.

Kommentare

User #4808 (nicht angemeldet)

Rentner Paul 1 . Zurück an den Absender , Herr Pfister . Wir hätten Drohnen , aber Israel kann sie uns nicht liefern , sie sind immer noch am Basteln ! Unsere Rüstungsindustie hätte sie längst herstellen können und wären auch noch billiger in der Anschaffung . Ein schlauer Politiker müsste man sein um dies zu realisieren !

User #5927 (nicht angemeldet)

Schnell handeln,ich lach mich tot, Wenn das so schnell geht wie bei der Rentenrevision, dann gute nacht

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