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Bundesrat Pfister: «Keine Absage ans freiwillige Engagement»

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Bern,

Die Ablehnung der Service-citoyen-Initiative ist laut Verteidigungsminister Pfister kein Nein zu freiwilligen Diensten.

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Bundesrat Martin Pfister. - keystone

Das wuchtige Nein zur Service-citoyen-Initiative sei keine Absage an Milizdienste, sagte Verteidigungsminister Martin Pfister nach dem Vorliegen des Abstimmungsresultate. Doch die Stimmenden wollten, dass dieses Engagement freiwillig bleibe.

Ob Feuerwehr, Musikverein, Sportclubs und Pfadfinder oder politische Ämter: Die Stimmenden hätten diesem Engagement mit der Ablehnung der Service-citoyen-Initiative keine Absage erteilt, sagte Verteidigungsminister Pfister am Sonntagnachmittag in Bern vor den Medien. Von diesem uneigennützigen Engagement lebe das Land.

«Doch die Menschen wollen, dass dieses Engagement freiwillig bleibt und kein Zwang wird», betonte Pfister. Frauen könnten wie bisher freiwillig Dienst bei der Armee oder beim Zivilschutz leisten, und dem Bundesrat liege daran, mehr Frauen für diese Dienste zu gewinnen. «Frauen sind für die Armee von grossem Wert».

Bundesrat will mehr Frauen für Dienste gewinnen

Nicht zuletzt indem er den heute für junge Schweizer obligatorischen Orientierungstag auch für Frauen zur Pflicht machen will, versucht der Bundesrat mehr Frauen für solche Dienste zu gewinnen. Die Verfassungsänderung dafür befindet sich aktuell in der Vernehmlassung.

Ebenso in Arbeit ist die Umsetzung einer Parlamentsmotion, um für Männer eine Sicherheitsdienstpflicht einzuführen. Diese müsste beim Militär oder beim Katastrophenschutz erfüllt werden. In dieser Organisation in der Zuständigkeit der Kantone sollen der heutige Zivilschutz und der Zivildienst aufgehen.

Pfister verwies zudem auf laufende Arbeiten, um dem Militär und dem Zivilschutz zu mehr Personal zu verhelfen. Unter anderem sollten Dienste bei der Armee besser vereinbar sein mit dem privaten Leben von Armeeangehörigen und deren Berufen.

Arbeit an Verbesserungen im Militär- und Zivilschutzbereich

Beschlossen wurde bereits, dass Zivildienstleistende im Falle eines Personalmangels auch im Zivilschutz Dienst leisten müssen. Im Herbst entschied das Parlament, die Hürden für einen Wechsel von der Armee zum Zivildienst zu erhöhen. Gegen dieses Vorhaben wurde das Referendum ergriffen.

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